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Finnland am Tag nach der Parlamentswahl 2015

Wahlen in Finnland

Finnland hat sich nach dem Wechsel von Ex-Premier Katainen zur Europäischen Kommission und der Übernahme der Funktion durch Alexander Stubb in ein politisches und wirtschaftliches Vakuum hineinmanövriert. Höchste Zeit, diesen Schwebezustand zu beenden.

Die Finnen haben gewählt und sich vor allem dafür entschieden, der in der letzten Legislaturperiode Kokoomus-geführten Regierung ihr Misstrauen auszusprechen und künftig auf die bisherige Opposition zu setzen.
Vergessen der Wahlfinanzierungsskandal, der seinerzeit der Keskusta-Führungsriege politisch das Genick brach.

Finnlands Regierung wird künftig von einem Unternehmer geführt werden, der erst nach diesem Skandal in der Zentrumspartei grösser in Erscheinung getreten ist.
Die Erfahrungen und die Weitsicht eines erfolgreichen Firmenlenkers sind sicherlich ein gutes Fundament, um das Schiff Suomi wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

Sieht man den gestrigen Wahltag mit seinen ganzen Pannen, beginnend bei den technischen Problemen der offiziellen Wahlseite bis hin zu einer Yle-Wahlprognose, die später erheblich korrigiert werden musste, als Generalprobe an, kann es nur aufwärts gehen.

Vor dem Wahlsieger Juha Sipilä liegen schwwierige Koalitionsverhandlungen. Um mehrheitsfähig zu sein, muss er wenigstens eine der beiden vorherigen grossen Regierungsparteien Kokoomus oder SDP wieder mit ins Boot holen.

Sipilä hatte gestern mehrfach betont, dass es entscheidend sei, eine Regierung zu bilden, die das Vertrauen der Bevölkerung geniesst.

Noch nie hatten die Finnen so wenig von ihrer Regierung gehalten wie vor dieser Wahl. Nur 11 Prozent hatten ihr eine gute Arbeit bescheinigt.
Sipilä startet somit notgedrungen mit einem Klotz am Bein.

 

Und da ist dann noch der Zweite der Wahl. Die rechten Perussuomalaiset unter ihrem als gemässigt geltenden Timo Soini konnten aus den gestrigen Wahlen trotz Stimmverlusten als zweitstärkste Partei hervorgehen.
Soini hatte vor der Wahl verkündet Premier oder Finanzminister werden zu wollen.
In Erinnerung ist aber auch noch sein plötzlicher Rückzug aus den Koalitionsverhandlungen vor 4 Jahren.

 

Finnland braucht schnell eine handlungsfägige Regierung. Möge Juha Sipilä dieses Kunststück gelingen.

 

(20.04.2015, 13 Uhr)

 

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