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Wenn in Finnland eine Lebensgemeinschaft zerbricht: Verkkouutiset


   


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Diskussionen über Gesetzesvorlage zur Trennung von nichtehelichen Lebensgemeinschaften


Liebe kommt, Liebe geht.
In Finnland gibt es jährlich etwa 13.000 Ehescheidungen. Auch Menschen, die ohne Trauschein zusammengelebt haben, trennen sich.
Während es für Ehescheidungen klare gesetzliche Regelungen gibt, fehlen diese bei Lebensgemeinschaften bisher.

Das finnische Parlament hat in der letzten Woche eine lebhafte Diskussionen über eine Gesetzesvorlage zur Trennung von Lebensgemeinschaften geführt.
Im Wesentlichen entzündete sich der Streit daran, ob es eines derartigen Gesetzes überhaupt bedarf, weil man sich ja gerade deshalb für eine Lebensgemeinschaft entscheide, um Verpflichtungen, die mit einer Ehe verbunden sind, zu vermeiden und ohne Zwänge zusammenleben will.
Auch Befürchtungen, dass durch eine gesetzliche Regelung der Grad zwischen Ehe und Lebensgemeinschaft geringer werde und die Ehe dadurch weniger attraktiv, wurden laut.

"Die Mehrheit der 600 000 Bürger, die in einer Lebensgemeinschaft leben, brauchen wohl kaum ein Gesetz, um ihre Löffel und Gabeln zu teilen.", kommentierte der Verkkoutiset.
"Sie können sich auch ohne das Gesetz über ihre Sachen einigen und dürfen das auch, wenn das Gesetz in Kraft tritt. Der Gesetzentwurf wurde speziell für die Situationen vorbereitet, in denen die Dinge nicht vereinbart worden sind, als man noch in der Lage gewesen wäre, sich zu einigen."

(03.05.2010, 21.30 Uhr)


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