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Helsinkis Bürgermeister trotzt den Möwen der Stadt

Der Bürgermeister der finnischen Hauptstadt Helsinki, Jussi Pajanen, ist ein wahrer Ritter.
Um sein Volk zu schützen, schmeisst er sich ins Zeug, greift zum äussersten und zieht sogar in den Krieg. Oder besser gesagt, eröffnet ihn.
Der Feind ist heimtückisch, unberechenbar und schnell.
Aber der Bürgermeister kennt keine Furcht und stellt sich ihm unerbittlich in den Weg.
Ganz selten aber ist Krieg der richtige Weg und in diesem Fall ist er es ganz sicher nicht.

Nirgendwo schmeckt ein Fischbrot leckerer als auf dem Kauppatori in Helsinki, so ganz frisch vom Fischer.
Leider kann man es dort schon lange nicht mehr in Ruhe geniessen.
Kaum hat man es in der Hand, das Wasser läuft einem schon im Mund vor lauter Vorfreude zusammen, da kommen Möwen herbeigestürzt und schnappen sich die Beute.
Die Mitarbeiter in Apotheke an der Ecke gegenüber haben so einige Storys über die geflügelten Raubtiere zu hören bekommen und helfen schon mal beim Desinfizieren des Kratzers, den die Meute hinterlassen hat.

Was tun?
Ganz auf das Fischbrot verzichten?
Nein, am besten es sich einpacken lassen oder die paar Meter weiter zur alten Markthalle gehen.
An den Ständen dort gibt es die Delikatesse auch frisch und man kann sie ohne Angst vor einem Angriff aus der Luft essen.

Nun sind die Möwen vom Helsinkier Kauppatori nicht nur scharf auf Fisch, sondern zeigen Interesse auch an anderem Essbaren, selbst an Eis.
Und so ist es kein Wunder, dass Bürger und Gäste der Stadt, sich an den Bürgermeister wenden und beschweren.
Die Protestbriefe scheinen sich auf dem Schreibtisch von Herrn Pajanen zu stappeln und so sah er sich im Zugzwang und handelte: Er erklärte den Möwen den Krieg.
In seinem Blog rät er den Bürgern, die Nester der Möwen zu zerstören.

Die nordfinnische Tageszeitung Lapin Kansa kritisiert das zu Recht als mit dem Tierschutz nicht vereinbar und schlägt vor,die Möwen zu betäben und sie in eine entfernte Bucht zu bringen.

Helsinki liegt am Meer und Möwen gehören nun mal zur natürlichen Umgebung der finnischen Hauptstadt.
Ob allerdings der vom Lapin Kansa vorgeschlagene Weg, die richtige Lösung ist?
Wie wäre es zum Beispiel mit Hinweistafeln, die empfehlen, Lebensmittel nur unter den Vordächern der Verkaufswagen oder in den Zelten zu sich zu nehmen. Dort kommen die Möwen nicht hin.
Wenn dann die Abfallbehälter noch sicher schliessen würden...
Mit der Zeit würden die Möwen vielleicht lernen, dass der Kauppatori nicht mehr ein so attraktiver Futterplatz ist und sich nach einem besseren umsehen.

 

(05.08.2009, 23.20 Uhr)


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