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Aktuelle Meldungen aus Finnland: 08.12.2009

 

Armut im Norden auf dem Vormarsch


   


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Armut in Nordeuropa ist stärker geworden

Auch in Finnland hat sich in den letzten Jahren die Zahl der von Armut betroffenen Bürger erhöht.

In allen fünf nordischen Ländern hat die Armut in den letzten fünf Jahren zugenommen.

Zu dem Ergebnis kam eine Konferenz unter dem Titel "Armut in den nordischen Ländern" in Finnland, bei der Wirtschaftsexperten und Armutsforscher aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island zusammenkamen.

"In den Siebzigerjahren war die Armut mehr oder weniger beseitigt, aber heute haben wir eine Situation, bei der 10 bis 13 % der Bevölkerung als arm bezeichnet werden kann, und das ist beunruhigend.
Die Armut, von der wir sprechen, bedeutet nicht, dass man nicht genug zu essen hat, sondern dass man nicht am selben sozialen Leben teilnehmen kann wie andere Bürger und dass man seine Kinder nicht an etwas teilhaben lassen kann, das Geld kostet", erklärte Asbjörn Wahl, Berater beim norwegischen Gewerkschaftsverband.

Als Hauptursache bezeichneten die Teilnehmer die verstärkten Tendenzen einer neoliberalen Politik sowie die steigende Arbeitslosigkeit in den meisten Ländern mit Ausnahme Norwegens.

Zur Situation in Finnland erklärte Markus Jäntti, Wirtschaftsprofessor an der Universität Stockholm:
"Der Anteil der relativ Armen hat sich unter Erwachsenen verdoppelt und unter Kindern sogar verdreifacht."
So seien 1995 noch 5 % der finnischen Kinder arm gewesen, 2007 waren es 14 %.

Eine Ursache sei die Kürzung der Arbeitslosenhilfe Ende der Neunzigerjahre gewesen.
Dadurch seien mehr Menschen in Beschäftigung geraten, gleichzeitig aber hätten Haushalte deutlich weniger Geld, in denen ein oder beide Elternteile arbeitslos seien.

Quellen:

  • Flamman
  • Arbeislivinorden

(08.12.2009, 15.50 Uhr)


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