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Aktuelle Meldungen aus Finnland: 07.10.2009

 

Erhielt Martti Ahtisaari den Friedensnobelpreis deshalb mit Verspätung?


   


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Der Versuch, den Friedensnobelpreis für Martti Ahtisaari zu verhindern

Nachdem der frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari schon mehrere Jahre lang wegen seiner erfolgreichen internationalen Vermittlungsbemühungen zu den heissesten Anwärtern auf den Friedensnobelpreis gehörte, wurde ihm die Ehre seiner Verleihung im Jahr 2008 dann zu teil.

Am Montag, als der ehemalige finnische Aussenminister Pär Stenbäck in Helsinki seine unter dem Titel "Krisen und Katastrophen" erschienenen Memoiren vorstellte, wurde ein Detail bekannt, das vielleicht erklärt, warum mit der Verleihung des Friedensnobelpreises an Martti Ahtisaari gezögert wurde und sie erst erfolgte, als sie kaum noch jemand erwartete.

Pär Stenbäck schreibt in seinem Buch, dass der Sekretär des norwegischen Nobelkomitees ihm im April 2007 ohne einen Namen zu nennen, erzählt habe, dass das Komitee einen Brief einer hochgestellten und bekannten finnischen Persönlichkeit erhalten hat, die schwere Vorwürfe gegen Martti Ahtisaari erhob und begründete, warum man ihn nicht mit dem Friedenspreis ehren solle.

Stenbäck führt weiter aus, dass er auch mit Martti Ahtisaari über diese Aussage gesprochen habe, der davon zutiefst getroffen gewesen sei.

In der Tageszeitung Etelä Saimaa schreibt Jorma Hernesmaa heute, dass sich der Absender des Briefes, aus welchen Motiven heraus er auch immer gehandelt habe, selbst einen Bärendienst erwiesen hat.
Die internationalen Verdienste Martti Ahtisaaris wurden inzwischen vom Nobelpreiskomitee anerkannt und gewürdigt.
Der Briefschreiber aber selbst stehe in einem schlechten Licht da, als neidischer und missgünstiger Mensch, der wegen fehlendem Selbstwertgefühl zu derartigen Massnahmen hinter dem Rücken anderer greift.

Dem ist wenig hinzuzufügen. Höchstens, dass der/die grosse Unbekannte/r auch nicht an den Ruf Finnlands auf dem internationalen Parkett gedacht hat, der er/sie mit seinem Verhalten ganz sicher nichts Gutes getan hat.

(07.10.2009, 16.15 Uhr, Quellen: Keskisuomalainen, Etelä Saimaa)


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