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Das Beschäftigungniveau in Finnland ist gesunken

Auf dem finnischen Arbeitsmarkt vollzogen sich in den letzten 20 Jahren bedingt durch konjunkturelle Schwankungen und technologische Entwicklungen gravierende Veränderungen.
Standen im 1990 noch 78 % der 20 bis 64 Jährigen in Lohn und Brot sind es heute nur noch 73,5 %.

Nach Auffassung von Pekka Tiainen aus dem Arbeitsministerium Finnlands verdecken die seit Jahren teils heftig geführten Diskussionen um die Anhebung des Rentenalters in Finnland möglicherweise das eigentliche Problem: Finnland brauche dringend neue Arbeitsplätze, um das Beschäftigungsniveau vor der tiefen Krise Anfang der 1990er Jahre wieder zu erreichen.
Er beziffert die Zahl der zusätzlich benötigten Jobs auf 190.000.

Während im mittleren Alter 9 von 10 Finnen berufstätig sind und sei es auch unregelmässig, haben vor allem junge Leute und über 55 Jährige Probleme eine Arbeit zu finden.

In ihrer Wirtschaftsanalyse 2012 rät die OECD Finnland zu verstärkten arbeitsmarktpolitischen Massnahmen, um die Auswirkungen von verlangsamtem Wirtschaftswachstum und Rezession abzufedern und verweist gleichzeitig auf die Notwendigkeit einer grossen Rentenreform, um der wachsenden Alterung der Bevölkerung zu entsprechen.
ähnliche Hinweise hatte die OECD Finnland bereits im Bericht 2010 gegeben.

Im Februar 2012 hatte auch die EU-Kommission Finnland die Anhebung des Rentenalters empfohlen.

Auf der einen Seite die Forderung zur Anhebung des Rentenalters, auf der anderen Seite die Klage über fehlende Arbeitsplätze in Finnland.
Widerspricht sich das nicht?
Wenn sowie so schon Arbeitsplätze fehlen, warum soll dann die Lebensarbeitszeit der Menschen noch erhöht werden?

Fakt ist, dass die finnische Bevölkerung stark altert und die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter dementsprechend abnimmt.
Um das Niveau des gesellschaftlichen Lebens zu halten, muss sich die Volkswirtschaft weiter entwickeln, das Nationaleinkommen eine bestimmte Mindesthöhe haben.

Ob in Finnland das Beschäftigungsniveau von 1990 wieder zu erreichen ist, ist fraglich.
Auch wenn es in Finnland immer noch normal, dass beide Elternteile berufstätig sind und die Zahl der Einpersonenhaushalte weiter steigt. Die Lebensgewohnheiten und Lebensentwürfe der Menschen ändern sich.

190.000 neue, dringend notwendige Arbeitspätze in Finnland - die Zahl mag etwas hochgegriffen sein.

Dass Finnland sowohl neue Arbeitsplätze, als auch arbeitspolitische Massnahmen, um vor allem jungen und über 55 jährigen Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, als auch eine grundlegende Rentenreform braucht, steht ausser Frage.

 

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