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Lahti: Ein Ausflug in Geschichte und Gegenwart

Am 19. Mai 2001 fuhr um 8.30 Uhr ein Bus mit Teilnehmern von Sprachkursen des Työvaenopistus nach Lahti.

Die Begrüssung gab es gleich dreisprachig: In Finnisch, in Englisch und in Spanisch.

Vorbei an malerischen Landschaften ging es zunächst bis nach Messilä (Tel.: +358(0)3-86011), ungefähr 10 km vor Lahti.

Das Wintersportzentrum ist auch in den wärmeren Jahreszeiten immer einen Abstecher wert.
Wegen des herrlichen Ausblicks, des guten Kaffees, der süssen Grillikota ... Und eine Möglichkeit Reitstunden zu nehmen, gibt es auch.

Blick ins Tal in Messilä
Blick ins Tal
Gaststätte Messilä
Gaststätte
Gaststätte Messilä innen
Gaststätte innen
Grillikota Messilä
Grillikota

Dann ging die Fahrt weiter bis direkt ins Stadtzentrum von Lahti zum Markt. Dort stieg eine Stadtführerin zu, die uns die interessantesten Orte von Lahti zeigte und in Finnisch und Englisch zu jeder Sehenswürdigkeit auch Anekdoten zu erzählen wusste.

Das Gebiet um Lahti gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten in Finnland. Bereits vor 9.000 Jahren fanden die ersten Menschen hier ein Zuhause. 

Starke Impulse für die Entwicklung der Stadt nach dem 2. Weltkrieg brachte die Zuwanderung zahlreicher Karelier nach Lahti, die vor allem aus Viipuri stammten.

Leider konnten wir die Musikfontäne (eine Springbrunnenanlage) im Kariranta Park, die von Lahti Energie 1997 errichtet wurde, nicht in Aktion erleben.

Im Sommer kann man täglich um 14.00 und um 18.00 Uhr das Wasser zu Musik tanzen sehen. Besonders reizvoll sollen aber die Vorführungen in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 30. November sein. Dann machen aussergewöhnliche Lichteffekte das Spektakel unvergesslich.

Die Hauptstrasse von Lahti ist die Aleksanterinkatu. Sie verdankt ihren Namen dem russischen Zaren Alexander dem 2., der eine relativ eigenständige Entwicklung Finnlands ermöglichte. In der Hauptstrasse gibt es zahlreiche Geschäfte und Banken sowie Verwaltungsgebäude.

Auf dem Hügel Kolkanmäki steht, weithin sichtbar, das vorletzte Werk von Alvar Aalto - die Kreuzkirche.

Kreuzkirche Lahti
Aussenansicht
Kreuzkirche Lahti innen
Kircheninnenraum
Altar der Kreuzkirche Lahti
Orgel
Modell der alten Kirche Lahti klein
Modell der alten Kirche

Damit sie errichtet werden konnte, "musste" die alte Holzkirche (vgl. Modell) abgerissen werden. Angeblich wegen baulicher Mängel. Nur wurde beim Abriss des Gebäudes kein einziger morscher Balken gefunden.

Alvar Aaltos Kirche, die 1978 fertiggestellt wurde, besticht durch ihre klare Linienführung. Die weisse Farbgebung des Kirchenraums verleiht ihm einen Ausdruck kühler Festlichkeit.
Auffallend die Orgel mit 52 Registern. Sie ist ein Werk des Orgelbauers Veikko Virtanen. Die Disposition stammt von Aimo Känkänen.

In der Kirche finden nicht nur geistliche Veranstaltungen sondern zahlreiche andere kulturelle Höhepunkte statt. Als Beispiel sei die alljährlich im Juli stattfindende internationale Orgelwoche genannt.

Die Schutzpatronin der Freiheit, geschaffen von Wäinö Aaltonen, breitet ihre Flügel über dem Heldenfriedhof an der Kirche aus und bildet gemeinsam mit der Kreuzkirche ein beeindruckendes Ensemble.

Wir machten Halt an der Stadtbibliothek und dem Theater, Zentren des kulturellen Lebens, und fuhren hinaus zu den Schanzen, die die Stadt, in der bereits sechsmal die Weltmeisterschaften in den Nordischen Skisportarten ausgetragen wurden (letztmalig Februar 2001) weltbekannt machten.

Die Stadtbibliothek in der Kirkkokatu (Tel.: +358(0)3-812511) ist ein Beispiel für den den Funktionalismus des Architekten Arto Sipinen. Sie entstand 1990.
Er entwarf auch das Erwachsenenbildungszentrum in der gleichen Strasse, das 3 Einrichtungen beherbergt: das Työvaenopisto, die Sommeruniversitäten Helsinki und Lahti sowie eine Aussen-und Forschungseinrichtung der Helsinkier Universität. Hier kann man auch Vorlesungen in der Helsinkier Universität live per Videokonferenz verfolgen.

Das von Pekka Salminen entworfene Theater, gleich neben der Bibliothek, besitzt 3 Säle unterschiedlicher Grösse. Der Juhani Saal hat 762, der Eero Saal 290 und der Aino Saal 120 Plätze.

In Lahti gibt es 43 Sportplätze und 22 Tennisplätze.
Die Siluette der Skischanzen zieht alle Besucher magisch an. Ursprünglich war ein Fotostop dort nicht geplant. Wir aber baten darum.
Den Schanzenrekord auf der Grossschanze hielt gerade der Finne Ville Kantee mit 142 Metern.

Gleich neben den Schanzen befindet sich das Skimuseum.

Wir fuhren dann weiter zum Hafen.

Die Sibelius Halle (Architekten Kimmo Lintulan und Hanu Tikan) ist das grösste hölzerne Gebäude, das im 20. Jahrhundert errichtet wurde und wird insgesamt nur von der Kirche in Kerimäki übertroffen.
In dem Koloss, der eine Verbindung von Altem und Neuem, von Stein, Holz und Glas darstellt, finden zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlichster Art statt. Die Plätze in den hauseigenen Cafes und Restaurants sind wegen ihrer herrlichen Aussicht auf den Vesijärvi begehrt.

Im Hafen wartete schon die "Aino" zu einer zweistündigen Bootsfahrt auf uns. Die Lachs suppe zum Mittag schmeckte ausgezeichnet.

Bibliothek Lahti klein
Bibliothek
Schanzenanlage Lahti klein
Schanzenanlage
Sibelius Halle Lahti klein
Sibelius Halle
Ausflugsdampfer Aino in Lahti (klein)
Aino

Die halbe Stunde bis zur Rückfahrt nutzten wir noch zu einem Besuch in der Sibeliushalle. Dort fand gerade das Jugendkulturfestival "Tausend und zwei Minuten Tanz" statt.

 

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