Zecken in Finnland


1. Zecken als Krankheitsüberträger
2. Schutzmaßnahmen gegen Zecken
Zecke

1. Zecken als Krankheitserreger

Mit den ersten warmen Tagen kommen Zecken aus ihren Verstecken heraus. Man trifft sie vorwiegend in Wäldern mit Unterholz.
Die Zecken sitzen dabei auf Büschen und Gräsern und nicht, wie vielfach geglaubt, auf Bäumen.
Das gefährliche an Zecken sind die Erreger, die von ihnen übertragen werden. In Europa sind FSME und Borreliose die häufigsten Krankheiten, die durch Zecken verursacht werden.

Borreliose

Bis heute existiert bei uns kein Impfstoff gegen Borreliose. Dazu ist das Risiko an Borreliose zu erkranken nicht auf einzelne Regionen begrenzt. Nahezu jede dritte Zecke trägt die gefährlichen Borrelien.
Das typische Anzeichen dieser Erkrankung ist die Wander-Röte. Diese tritt ein paar Tage bis Wochen nach dem Zeckenbiss auf. Sie breitet sich ringförmig von der Biss-Stelle aus.
Die Wander-Röte tritt allerdings nicht immer auf. Spätestens, wenn Sie nach einem Waldspaziergang Symptome wie Kopf-, Muskel-, Gelenkschmerzen oder Fieber bemerken, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
Wird die Borreliose frühzeitig erkannt, bestehen große Chancen zur Heilung.


2. Schutzmaßnahmen gegen Zecken

Das gefährliche an Zecken sind die Erreger, die von ihnen übertragen werden.
Eine Infektion mit FSME wie auch Borreliose kann zu unangenehmen Komplikationen führen, im schlimmsten Fall zu Tode. Der beste Schutz ist daher, einen Zecken-Biss zu vermeiden.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen

1. geschlossene Kleidung
Ziehen Sie beim Wandern feste Schuhe, Socken und lange Hose an. Da die Zecken bis zu einer Höhe von 80 cm laufern, ist auch ein Hemd mit langen ärmeln wichtig.
Die Kleidung sollte möglichst hell sein, damit Sie die darauf krabbelnden Zecken leicht erkennen können.

2. Lebensraum der Zecken meiden
Die Zecken sitzen auf Gräsern, Sträuchern und dichtem Unterholz. Benutzen Sie beim Waldspaziergang am besten die Wege.

3. Mittel gegen Zecken
Im April 2001 hat "Stiftung Warentest" Mittel gegen Zecken getestet. Dabei haben vier Mittel mit "gut" abgeschnitten. Diese Mittel bieten einen wirksamen Schutz, der bis zu mehreren Stunden anhält.
Behandeln Sie alle freien Hautstellen – auch das Gesicht. Wichtig sind vor allem die Stellen, an denen die Zecken von der Kleidung auf die Haut übergehen können. Die Mittel sind auch für die Kleidung geeignet.

Mit "GUT" wurden bewertet (4/2001)
  • Zanzarin Bio-Hautschutz Lotion (nur in der Apotheke erhältlich)
  • Nexa Lotte Hautschutz-Milch
  • Autan Active Lotion (Testsieger bei "Mittel gegen Mücken"
        7/2000)
  • Taoasis Floh, Zecken Stop Spray
  • Autan

    4. nach jedem Spaziergang kontrollieren
    Die Zecken beißen nicht sofort. Sie suchen sich erst einmal einen geschützte Stelle. Bevorzugt saugen sie in Körperfalten, Kniekehlen, Achselhöhlen oder Genitalbereich.
    Es bestehen große Chancen, daß Sie die Zecke rechtzeitig entdecken.

    5. schnell entfernen
    Hat die Zecke zugebissen, ist es wichtig sie so schnell wie möglich zu entfernen.
    Die Borreliose-Bakterien werden meistens erst nach Stunden in den menschlichen Körper übertragen. Zum Entfernen eignet sich am besten eine Zeckenzange. Diese bekommen Sie in der Apotheke. In Notfällen können Sie die Zecke auch mit den Fingernägeln rausziehen. Versuchen Sie dabei das Tier nicht zu zerquetschen.
    Auf eine mögliche FSME-Infektion hat das rasche Entfernen der Zecke keinen Einfluß – hier findet die übertragung der Erreger sofort mit dem Biss.

    (danke an sweetmaster)