Weihnachten in Finnland


 | Weihnachten in Finnland | Pikkujoulu | Weihnachtsfrieden | Weihnachtslieder | Weihnachtsmann | Weihnachtsessen |

| Weihnachtsschinken | Heringssalat | Gebeizter Lachs | Steckrübenauflauf | Möhrenauflauf | Zwiebel-Kartoffel-Auflauf | Pfefferkuchen | Weihnachtssterne | Glühwein |


In Finnland gibt es dank der klimatischen Verhältnisse in der Regel weisse Weihnachten.

Genau genommen fängt Weihnachten in Finnland aber schon mit den pikkujoulu-Feiern in den Betrieben, die nicht selten bereits Ende Oktober stattfinden, an. Ab November haben die Läden dann, nach einer kurzen Pause von zwei Monaten, auch wieder am Sonntag geöffnet und laden zum ausgiebigen Einkaufsbummel ein.

Schon einige Woche vor Weihnachten sieht man auf den Straßen überall rote Zipfelmützen. Besonders die Kinder treten gerne als Wichtel, die Gehilfen des Weihnachtsmannes auf. Aber auch Erwachsene machen diesen Gag mit. 

Der finnische Weihnachtsmann ist der einzig wahre. Er lebt auf dem Korvatunturi in Lappland und der Weihnachtsmannpark in Rovaniemi zieht das ganze Jahr über Gäste aus dem In-und Ausland an.

Zu Weihnachten wird in Finnland jedes Jahr eine Sonderbriefmarke herausgegeben. Für das Jahr 2007 hat man sich etwas Besonderes ausgedacht. Die Marke soll dann nach Pfefferkuchen duften.

Wie anderswo gehören auch in Finnland Glühwein und Lebkuchen zur Vorweihnachtszeit. Den finnischen Glöggi trinkt man gerne auch alkoholfrei mit viel Johannesbeersaft. Die Pfefferkuchen schmecken ganz anders als zum Beispiel in Deutschland. Bei Weihnachtsfeiern dürfen Blätterteigsterne mit einem Klecks Pflaumenmus nicht fehlen.

Der typische finnische Weihnachtsbraten ist der Weihnachtsschinken. Dazu gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Aufläufen aus Steckrüben, Kartoffeln und Mohrrüben und Heringssalat. Auch in den Schulen wird in der Woche vor Weihnachten ein Festessen serviert.

In vielen finnischen Familien ist es die Aufgabe des Vaters den Weihnachtsbaum zu besorgen, aus dem eigenen Wald oder von einem der vielen Märkte.
Wenn der Vater die Spitze und die Beleuchtung befestigt hat, schmücken die Kinder den Baum. 

Zum Heiligabend gehört für viele finnische Familien der Festgottesdienst, wie das Anzünden von Kerzen auf dem Friedhof. 

Früher fuhr man schon um fünf Uhr ganz in Familie zur Weihnachtsmesse.

Und bevor der Weihnachtsmann seine Gaben verteilt, geht es meist gemeinsam in die Sauna.

Neben Schweineschinken, Lamm oder Pute werden Aufläufe aus Kartoffeln, Mohrrüben oder Kühlrüben und Heringssalat zum Fest serviert.

Weihnachtsmann

Traditionell denkt man zu Weihnachten auch an die Tiere. Haustiere bekommen eigene Geschenkpakete, an die Zweige der Bäume werden Talgkugeln mit Sonnenblumenkernen für die Vögel gehängt.

Ganz früher dachte man zum Fest gar an den Hausgeist. Ihm wurde ein Teller mit Brei in die Ecke des Stalls gestellt und der letzte Dampfstoss in der Sauna wurde ihm gewidmet.

Zur finnischen Weihnacht gehört die Tradition des Weihnachtsfriedens, der alljährlich am 24. Dezember um 12 Uhr in Turku ausgerufen wird.