Vornamen in Finnland


Die meisten Eltern in Finnland wissen im Voraus nicht, ob ihr Baby ein Junge oder ein Mädchen ist.
Schwangerschaft in Finnland
Es wird auch kaum danach im Freundes- und Bekanntenkreis gefragt.

Werdende Eltern, die das Geschlecht ihres Babys unbedingt wissen wollen, leisten sich die Untersuchung in einer der Privatkliniken.
Dort wird dann ein Ultraschallbild in 3D oder 4D vorgenommen. Die Kosten (zwischen 70 und 140 Euro) müssen dann von den Eltern selbst getragen werden.
Sehr beliebt ist hierbei einer der führenden Spezialisten für Ultraschall in Finnland, Bruno Cacciatore.

Auch der Name des Kindes bleibt meist ein Geheimnis bis zur Taufe (über 80% der Finnen taufen ihre Kinder in der evangelisch-lutherischen Kirche).
Mit der Namensgebung, die auch ganz ohne Kirche durch die Anmeldung im Standesamt (siviilirekisteri) gemacht werden kann, darf man sich ca. 2 Monate nach der Geburt Zeit lassen.

In Finnland sind maximal 3 Vornamen erlaubt.
Doppelnamen (z.B. Liese-Lotte) werden als ein Name gezählt. Ausserdem müssen die Namen dem finnischen Namensgebungsgesetzes entsprechen.
Dieses kann man dann so oder so interpretieren.
In ländlichen Gemeinden kann es sein, dass exotischere Namen vom Pfarrer, der die Meldung an das Standesamt macht, nicht akzeptiert werden, wo hingegen in Helsinki schon mal auch der eine oder andere seltenere Namen durchgeht.
Vor allem bei ausländischen Mitbürgern ist man sehr tolerant mit der Namensgebung. Schon wenn man ausländische Vorfahren vorweisen kann, gehen auch sehr unfinnische Namen durch.

Finnische Vornamen und Namenstage alphabetisch und nach Monaten geordnet

Danke an Suzanne für die Infos