- 14.2. Am Valentinstag ist Freundetag in Finnland - Unser Angebot für Finnland-Freunde- Umwelt und Umweltschutz in Finnland
Finnland-Lexikon: U

Umwelt und Umweltschutz in Finnland

Über finnische Umwelt und Umweltschutz

Ein deutsches Sprichwort meint: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. 
Lassen wir uns deshalb weder von den vollmundigen, bunten Hochglanzprospekten, mit denen man sich stapelweise in der Finnischen Touristikzentrale eindecken kann, noch von der weitgehend einhelligen Meinung des finnischen Volkes, die finnische Natur sei "sauber" nicht voreilig blenden, sondern wagen wir einen Blick hinter die "Kulissen".

Eine Ostsee, die drohte, zur Müllkippe zur verkommen, saurer Regen, Tschernobyl-Cäsium-Restwerte, Giftschleudern jenseits der russischen Grenze.

Zugegeben, viele der finnischen Umweltprobleme sind nicht hausgemacht. Aber Umweltverschmutzung macht nun mal nicht an der Landesgrenze halt. 

Nach der UNO-Umweltkonferenz 1972 und nicht zuletzt begünstigt durch das  Abfallgesetz von 1994 wurde und wird Umweltschutz in Finnland genauer genommen und als Bürgerpflicht gesehen. 
Ein System von Nationalparks und Naturschutzgebieten wurde aufgebaut, um ursprüngliche Natur zu bewahren, restriktive Gesetze verbieten den Kahlschlag von Waldgebieten, umfangreiche Aufforstungen begannen, die Emissionsnormen sind streng gefasst.  
Geradezu vorbildlich für das restliche Europa sind die Regelungen zu Pfandflaschen-und Büchsen. Seit 1996 stehen in zahlreichen Verkaufsstellen kinderleicht zu bedienende Pfandautomaten. 

Grosse Aufmerksamkeit wird auf die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien zur Wiederverwertung von Industriemüll, Bauschutten, Klärschlamm, Abfällen aus der Land-und Forstwirtschaft und anderer Stoffe gelegt.

Im Zentrum finnischer Umweltpolitik steht die Reinhaltung der Gewässer. So konnte deren Phosphorbelastung seit 1972 um ca 80 % gesenkt werden. über 80 % der finnischen Seen werden auf Grund ihrer Wasserqualität international in die Kategorien "ausgezeichnet" oder "gut" eingeordnet.

Finnland hat erkannt, das es notwendig ist, in Punkto Umweltschutz international zusammenzuarbeiten. So war Finnland 1991 Gastgeber für die 1. Ministerkonferenz zum Schutz der arktischen Umwelt in Rovaniemi.

Eine weitgehend heile Natur, das ist der Trumpf, den Finnland als touristische Attraktion zu bieten hat. Und damit das so bleibt, sind u.a. lokale Reiseveranstalter zum Umweltschutz nach dem Verursacherprinzip angehalten. Die Touristen und Besucher Finnlands sind aufgerufen, auch ihre aus den Jedermannsrechten entstehenenden Pflichten zu erfüllen und alle Recycling-Möglichkeiten zu nutzen.

Längst sind nicht alle Probleme gelöst. Nicht jeder Abfall oder Reststoff landet in dem vorgesehenen Container oder wird entsprechend entsorgt. Mitten im Wald stösst man hin und wieder auf eine wilde Kippe oder ein zurückgelassenes Auto. Werden die Täter erwischt drohen saftige Strafen. 

Erkennbar ist jedoch das intensive Bemühen, die Qualität der Umwelt weiter zu verbessern.

Finland News zu Umwelt und Umweltschutz in Suomi