- 14.2. Am Valentinstag ist Freundetag in Finnland - Unser Angebot für Finnland-Freunde- Marraskuu 2008 / November 2008 in Finnland
Finnland Tagebuch

Marraskuu 2008 / November 2008 in Finnland

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23. November

Winter Finnland

Es schneit wieder, wie schön. Eigentlich wäre ich dieses Wochenende gerne in Kotka gewesen oder / und mit S. auf dem Flohmarkt.
Aber mit der Fussverletzung, die ich mir vor einer Woche zugezogen habe und die nach meinem Ausflug zum Gruppentreffen nur schlimmer geworden ist, kann ich von so etwas nur träumen.
So bleibt mir nur der neidische Blick aus dem Fenster, während meine Töchter den Schnee geniessen.

Am Wochenende war ich viel auf den Seiten von Odnoklassniki. Gerade die Gruppen mit Business-Hintergrund sind höchst interessant. Angenehmer Nebeneffekt: ich tue etwas, um mein Russisch weiter zu verbessern.

20. November

Hurra, es schneit!! Der erste Schnee im Hauptstadtgebiet in diesem Jahr. Schon in der Nacht, als ich vom Treffen der Finnland-Gruppe kam, fielen die ersten Flocken und immer noch tanzt weisse Pracht vom Himmel, wenn auch ein bisschen spärlich.
Lustig ist es schon: Da ädere ich gestern den Kopf von Finnland on Line und stelle ein Winterbild ein und schon schneit es. Wenn ich doch nur früher auf den Gedanken gekommen wäre. ;-)

In den letzten Tagen habe ich mich massiv über finnische Bürokratie geärgert. Ja, es gibt sie und zwar ziemlich ausgewachsen.
Interessant zudem der Umstand, dass allgemeine Rechtsvorschriften in Vantaa anders ausgelegt werden, als in Helsinki ...

9. November

Übers Wochenende habe ich mich zurückgezogen und eingeigelt. Gerne hätte ich es mit S. verbracht, aber der findet 40 Jahre Freundschaft keinen Grund zum Feiern und schiebt Ls Geburtstag vor. Schon komisch. Und wieder taucht eine alte Frage auf: Gibt es sie überhaupt, die dauerhafte Freundschaft zwischen Mann und Frau? Ich hatte eigentlich nie Zweifel daran. Was ist die Beziehung zu S. sonst?

Ich brauche einfach mal wieder Zeit, um mich auf mich zu besinnen, vielleicht auch, um den Resetschalter zu drücken, um mich dann wieder in die Arbeit stürzen zu können.
Das trübe Novemberwetter trägt seinen Teil dazu bei. Nur meine Allergie freut sich..

6. November

Vorgestern Abend habe ich wieder mal bewiesen, dass ich in Punkto Orientierungsvermögen der totale Versager bin.
Für 18 Uhr hatte ich mich zu einem Termin in Hinblick auf die Wahlen zum Europäischen Parlament verabredet, angekommen bin ich dort nie. (Stimmt nicht ganz, denn gestern habe ich mir alles bei Hellem besehen und problemlos hingefunden)
Natürlich hatte ich wie immer, wenn ich irgendwo hin möchte, den Reittiopas bemüht, aber das half wenig. Der Bus war nicht pünktlich dort, wo er sein sollte. Ich bin also mitten in der Wildnis ausgestiegen und stundenlang Über unwegsames Gelände und Baustellen geirrt.
Zwischendurch habe ich telefonisch über den Hintergrund meines Fernbleibens informiert und viele kluge Ratschläge erhalten. Als ich versuchte, sie zu befolgen, wurde alles nur noch schlimmer.
Nach fast 4 Stunden kam ich zu Hause wieder an. Eine saftige Erkältung habe ich mir ganz sicher geholt. Der einzige positive Effekt dürfte die sportliche Betätigung gewesen sein.

4. November

Es wird Zeit, dass ich das Tagebuchschreiben wieder aufnehme.
In den vergangenen Monaten ist allerhand passiert, aber nicht alles gehört in ein öffentliches Tagebuch.
Nachdem mir im September auf dem Helsinkier Bahnhof am Internetterminal oder bei einem Rempler auf dem unterirdischen Weg von Kamppi zum Hauptbahnhof - da hat mich doch tatsächlich ein kräftiger, junger Mann frontal gerammt und umgerissen - das Portemonnaise mit allen Dokumenten, Karten und Geld gestohlen wurde, trudeln nach und nach die neu beantragten Karten wieder ein.
Allerdings fehlen die wichtigsten immer noch. Aber wer wird es denn eilig haben?! Kommt Zeit, kommt Karte ;-) Man gewinnt ganz neue Ein-und Ansichten so gänzlich ohne Karten...

Heute war im Etelä-Saimaa eine interessante Kolumne von Jorma Hernesmaa zum Wettbewerb um Absolventen bedingt durch den freien Arbeitsmarkt innerhalb der EU.
Finnland sei ein Land mit schnell alternder Bevölkerung. Man brauche hochqualifizierte junge Leute, könne sich (sicher eine Anspielung auf das Ergebnis der Kommunalwahlen und den Stimmenzuwachs für die Rechten vor allem in Hauptstadtgebiet) weder Schwarzmalerei, noch Rassismus leisten und müsse Möglichkeiten finden, den Standort für Absolventen attraktiv zu machen.
Wahre Worte. Mögen sie berücksichtigt werden. Auch in Vantaa...