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Seit Tagen bin ich mal wieder im Netz, aber die Verbindung ist furchtbar und bricht zudem immer ab. Ich kann keine Mails lesen oder schreiben und Websiteaktualisieren wird zum Alptraum.
Wahrscheinlich "funktioniert" es momentan nur, weil so früh am Morgen kaum jemand online ist :-(
Noch immer läuft der Internetanschluss nicht. Manchmal sehe ich die Startseite von Google für Sekunden, meistens reicht es nicht einmal bis dahin.
Nur, wenn ich ganz grosses Glück habe, bin ich mal für wenige Minuten mit dem Netz verbunden.
Am 12.3. wurde nun endlich der ADSL-Anschluss gelegt. Das Modem bekomme ich aber erst nächste Woche.
Bei zwei Internetanschlüssen wird dann einer hoffentlich immer funktionieren.
Welch ein Wunder: Um kurz vor 8, ich wollte gerade wieder die Hotline anrufen, ging das Netz wieder. Leider wieder nur für 5 Minuten.
Die Nummer des Geschäftskundendienstes kann ich schon auswendig... Die Mitarbeiterin dort wunderte sich, als ich sagte, dass das Netz gestern gar nicht - bis auf 5 Minuten - gegangen sei und es heute auch nicht besser aussehe.
Ich hätte doch nur gemeldet, dass die Verbindung zu langsam gewesen sei.
Ich hatte wirklich Mühe ruhig zu bleiben und erzählte ihr, dass man mich gestern mehrfach gleich mit der Technik verbunden habe. Also arbeite man daran, war ihre Antwort. Na toll. Sie versprach mir, dass man den Fehler heute bestimmt finden und mich zurückrufen werde. Das habe ich in den letzten Tagen oft genug gehört.
Um 8 Uhr - vorher war da nicht besetzt - rief ich wieder den Kundendienst an. Man sei dabei, den Fehler zu beheben. Ich solle mich gedulden. Man würde mich zurückrufen.
Kein Rückruf und im Internet bewegte sich auch nichts.
Um wenigstens mal kurz ins Netz schauen zu können, fuhr ich zum Helsinkier Bahnhof. Ich hatte noch Guthaben an den Internet Terminals.
Gegen 17.00 Uhr rief ich erneut den Kundendienst an. Man verband mich mit der Technik. Es war wieder der gleiche Kollege am Apparat. Er fragte ein paar technische Daten ab und meinte, er würde sich melden.
Fünf Minuten später ging das Internet. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich habe so viel zu tun.
Zu früh gefreut. 5 Minuten später war die Verbindung wieder down und blieb es auch bis zum Morgen.
Gestern habe ich mich wirklich zusammengerissen, als man mir bei D.. sagte, der Internetanschluss werde am Abend aktiv geschaltet. Am Freitag hatte man noch gesagt, Montag früh.
Um 19.00 Uhr ging immer noch nichts. Ich rief beim Geschäftskundendienst an. Es lägen technische Probleme vor, aber am nächste Morgen würde es dann ganz sicher klappen.
Aber auch Dienstag früh noch keine Regung im Netz.
Mir ging es mies, ich fuhr aber trotzdem zum D..-Shop, um mich zu beschweren. Die Leitung stehe, es müsste funktionieren, sagte man mir dort. Grossartig. Ich also schnell wieder zurück.
Und es klappte tatsächlich. Aber in se einem Schneckentempo und dabei hatte ich die schnellstmögliche Verbindung bestellt. Bei dem Tempo konnte ich kaum Mails lesen, geschweige denn anderes machen.
Ich guckte mir das 2 Stunden an, dann rief ich wieder den Kundendienst an. Man wolle das prüfen.
Trotz der schlechten Netzverbindung habe ich bis weit in die Nacht hinein gearbeitet. Es war sehr mühselig und anstrengend.
Um 4 Uhr blieb dann die Maus hägen. Alle Wiederbelebungsversuche schlugen fehl und ich musste den Rechner neustarten.
Und dann ging gar kein Internet mehr. Immer wenn ich mich einloggen wollte, kam die Fehlermeldung 619.
Ich habe die ganze Nacht an dem Konzept für das Culture Cafe gefeilt und trotz des immer noch dröhnenden Kopfes und der immer noch durcheinanderhüpfenden Buchstaben war es endlich fast wie vor dem Sturz. Ich konnte meinen Gedanken freien Lauf lassen und hatte wie gewohnt viele unkonventionelle Ideen.
Sicher lag das auch daran, dass ich aus der Erinnerung an alte Jugendclub und Kulturcentrum-Zeiten zehren konnte.
Immer noch erstaunlich, wie wir es in Chrieschwitz geschafft haben, ehrenamtlich ein Kulturcentrum für 30.000 Menschen zu betreiben und nicht nur kostendeckend, sondern mit Gewinn zu arbeiten. Und das zu DDR-Zeiten, wo die Kultur noch vielmehr von Zuschüssen lebte, als heute.
Höchste Zeit also, die Erkenntnisse von damals wiederzubeleben und eine Kultureinrichtung zu installieren, die eine Alternative zum aktuellen Kulturkommerz darstellt, Kunst und Kultur näher zu den Menschen bringt und für diese auch bezahlbar ist.
Wie in Chrieschwitz werde ich ohne eigene Räumlichkeiten beginnen, etwas auf die Beine zu stellen.
Heute werde ich zunächst, Mietkosten erfragen.
Elan habe ich wie früher und bin sehr zuversichtlich, etwas bewegen zu können. Wenn doch nur diese verdammte Lichtallergie nicht wäre, die mich so extrem einschränkt.