Finnische Kinder werden im Alter von 7 Jahren eingeschult. Die Schulpflicht umfaßt neun Jahre.
Im Anschluß daran besucht ca die Hälfte der Schüler das Gymnasium, die andere Hälfte beginnt eine Berufsausbildung.
Was dem Neuankömmling schnell auffällt: Finnische Schule ist weniger autoritär als zum Beispiel in Deutschland. Nicht nur das die Lehrer mit Vornamen oder "ope" angesprochen werden. Es geht generell lockerer zu.
Die anderswo bekannte Hektik vor Ende der großen Ferien, wo die Eltern krampfhaft versuchen, die langen Listen mit Schulbedarf, den ihre Sprößlinge benötigen abzuarbeiten, kennt man hier nicht. Die Kinder erhalten alle notwendigen Materialien und Bücher von der Schule. Kostenfrei. Die Eltern müssen lediglich für die Schultasche sorgen.
In allen Schulen und Kindereinrichtungen gibt es Mittags eine kostenlose reichhaltige Mahlzeit, die die Schüler im Klassenverband einnehmen.
Um ausländische Schüler bemüht man sich sehr.
Sie erhalten in der Regel qualifizierten Sonder-Sprachunterricht, mehrere Stunden in der Woche und auch sonstige Nachhilfe.
Auf fremdsprachige Ausbildung wird genau wie auf Unterricht am Computer an den Schulen sehr viel Wert gelegt.
Gruppenunterricht ist in vielen Fächern gängige Praxis.
Und Zensuren wie 1-6 in Deutschland gibt es auch nicht. Wer einen Test sehr erfolgreich absolviert hat, erhält 10 Punkte. 4 Punkte, ist das Schlechstmöglichste.
In den ersten 6 Schuljahren bleibt man in der Regel nicht sitzen.
Der Schultag beginnt meist um 8.00 Uhr und endet nicht später als 15 Uhr. Die Stundenzahl ist insgesamt kleiner als z.B. in Deutschland.
In Finnland ist das Rauchen an der Mehrzahl der Schulen für Schüler UND Lehrer untersagt.