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-> Die Aktie des finnischen Nokia-Konzerns ist gestern kurz nach Börsenöffnung in Helsinki auf
den niedrigsten Wert in diesem Jahrtausend gefallen, vermeldet der Savon Sanomat.
Die Nokia-Zahlen seien traurig und die aufkommende Aggressivität der Menschen irgendwo verständlich. Nicht nur Aktieninhaber zahlen einen hohen Preis, sondern auch Tausende Finnen, die um ihren Arbeitsplatz bangen.
Man dürfe bei allen Schwierigkeiten des Konzerns nicht verkennen, dass er nach wie vor zu den weltgrössten Mobilfunkkonzernen gehöre.
Um diese Position zu halten, seien kluge Entscheidungen notwendig. Das Zusammengehen mit Microsoft vermöge die Anleger nicht zu überzeugen. Auch wenn Entlassungen in grossem Stil erst einmal den Börsenwert stärken werden, würden sie auch mit der Gefahr einher gehen, von Wettbewerbern überrollt zu werden.
Es sei unübersehbar, dass der Konzern die Bedeutung der Smarttelefone unterschätzt habe und zu wenig agil sei.
-> In seinem Beitrag im Keskisuomalainen greift Pekka Mervola das Zweckbündnis von Nokia mit Microsoft scharf an, sieht Nokia als Verlierer in diesem Verbund und kann kein Verständnis für die dramatischen Worte des neuen CEO Elop finden und sich nur wenig mit dessen amerikanischen Führungsstil anfreunden. Trotz aller Probleme sei Nokia immer noch ein bedeutendes Unternehmen.
Bei der jetzigen Konstellation sei es zwangsläufig, dass der Börsenkurs der Nokia-Aktie abstürze und das werde sich weiterfortsetzen. Das Unternehmen sei auf einem gefährlichen Weg.
-> Weniger Kritik und Schelte für den Richtungswechsel des Nokia-Konzerns und statt dessen eine breitere Diskussion über mögliche Problemlösungen wünscht sich Veikko Valtonen im Blog des Turun Sanomat .
Die Zukunft werde nicht dadurch gebaut, dass man sich Sorgen über die Fehler der Vergangenheit mache.
-> Der gestrige Tod eines finnischen Friedenskämpfers in Afghanistan verdeutliche, welchen hohen Preis der Einsatz dort fordere und sei Grund und Anlass, sich noch einmal vor Augen zu führen, warum finnische Soldaten in Afghanistan stehen, schreibt der Helsingin Sanomat in einem seiner Leitartikel.
Die Finnen seien Teil einer internationalen Operation, deren Ziel es sei, in Afghanistan, einem Land, das als Nest des Terrorismus gelte, die schrittweise friedliche Machtübernahme durch gewählte afghanische Vertreter und deren Organe zu ermöglichen.
Situation und Aufgabe seien schwierig. Das Ziel des Abzuges der internationalen Truppen aus Afghanistan dürfe dabei nicht vergessen werden.
Der Kaleva begrüsst die Entscheidung, dass die rechten Grundfinnen von den Medien in die Wahlgespräsrunden mit einbezogen werden sollen.
Die Zustimmung zu den Grundfinnen wachse immer mehr in der Bevölkerung.
Der Vorsitzende der Grundfinnen Timo Soini sei damit als Kandidat auf den Posten des finnischen Premiers anzusehen.
Viele Bürger wüssten jedoch nur wenig über die Ziele und Ansichten der Grundfinnen.
Sie hätten ein Recht darauf, besser informiert zu werden.
Gleichzeitig macht das Blatt den anderen Parteien Mut, die Grundfinnen zu Debatten über die grundsätzlichen Probleme Finnlands herauszufordern, damit diese gezwungen sind, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen und nicht weiter mit blassen Witzen und Floskeln punkten können.
veröffentlicht 16.02.2011 11.30 Uhr