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In einer UNICEF-Studie hat fast ein Drittel der finnischen Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren angegeben, dass sie milde Formen der Gewalt als Bestrafung akzeptieren.
Die ostfinnische Tageszeitung Karjalainen zeigte sich erschrocken über dieses Ergebnis.
Immerhin ist Finnland 1984 nach Schweden das zweite Land der Welt gewesen, dass Gewalt gegen Kinder gesetzlich untersagte.
Das Blatt schreibt in einem seiner Leitartikel am 23.04.2010:
"War das Gesetz notwendig, weil die Prügelstrafe in Familien ein Problem war?
1984 unterstützte knapp die Hälfte der Finnen das Verbot.
Fast 30 Jahre später ist die Zahl der Befürworter auf 80 Prozent angestiegen.
Aber immer noch jeder Fünfte akzeptiert Gewalt als Strafe.
Die zentrale Frage bei der Überwindung einer gewalttätigen Kultur ist die Behandlung von Kindern.
In Konfliktsituationen muss man den Kindern Beispiele bieten, Probleme ohne Gewalt zu lösen.
Auch leichte Gewalt darf nicht akzeptiert werden – vor allem wenn mild ein dehnbarer Begriff ist und körperliche Gewalt eine Straftat."
(23.04.2010, 19.15 Uhr)
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