Präsidenten Finnlands und Präsidentschaftswahlen


1. Aufgaben und Wahlperiode des finnischen Präsidenten

Der Präsident wird in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von 6 Jahren gewählt. Er hat höchste Entscheidungsbefugnis im Bereich der Außen-und Sicherheitspolitik, ist oberster Befehlshaber der Streitkräfte, ernennt Minister, höchste Beamte und Offiziere.

Mit der Verfassungsänderung vom 01.03.2000 wurde die außenpolitische Rolle des Präsidenten beschnitten. Beschlüsse in diesem Bereich können nun nur noch im Einvernehmen mit der Regierung getroffen werden.

2. Bisherige finnische Präsidenten:

  geboren gestorben regiert
Kaarlo Juho Ståhlberg 28.01.1865 22.9.1952 25.07.1919-01.03.1925
Lauri Kristian  Relander 31.05.1883 09.02.1942 01.03.1925-01.03.1931
Pehr Evind  Svinhufvud    15.12.1861 29.02.1944 01.03.1931-01.03.1937
Kyösti Kallio   10.04.1873 19.12.1940 01.03.1937-19.12.1940
Risto Heikki Ryti 03.021889 25.10.1956 19.12.1940-01.08.1944
Carl Gustav Emil  Mannerheim 04.06.1867 28.01.1951 04.08.1944-04.03.1946
Juo Kusti Paasikivi 27.11.1870 14.12.1956 11.03.1946-01.03.1956
Urho Kaleva Kekkonen 03.09.1900 31.08.1986 01.03.1956-27.01.1982
Mauno Henrik  Koivisto 25.11.1923 - 27.01.1982-01.03.1994
Martti Oiva Ahtisaari 23.06.1937 - 01.03.1994-01.03.2000
Tarja Kaarina  Halonen 24.12.1942 - 01.03.2000-

3. Präsidentschaftwahl 2006

Name Partei ListenNr. 1. Wahlgang
15.01.2006
2. Wahlgang
29.01.2006
Tarja Halonen SDP und Linke 9 46,3 51,8 
Sauli Niinistö Kokoomus 3 24,1 48,2
Matti Vanhanen Keskus 7 18,6
Heidi Hautala Grüne 5 3,5
Bjarne Kallis Christdemokraten 2 2,0
Timo Soini Grundfinnen 4 3,4
Henrik Lax Schwedische Volkspartei 6 1,6
Arto Lahti unabhängig 8 0,4

An der Vorabstimmung des 1. Wahlganges hatten sich 1,25 Millionen Wahlberechtigte beteiligt. Das sind 30,7 %.
Die Zahl erscheint hoch, sie liegt jedoch niedriger als im Jahr 2000, als 33,4 % im Voraus ihre Stimme abgaben.

Am 1. Wahlgang beteiligten sich insgesamt 73,8 % der Wahlberechtigten. Das waren 3,1 % weniger als vor 6 Jahren. 

Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl betrug 77,2 %.