polttarit.
Der finnische Polterabend hat mit dem deutschen wenig zu tun und eigentlich ähneln sich beide nur dem Namen nach.
Der Polterabend wird in Finnland in der Regel getrennt nach Geschlechtern, einerseits von der zukünftigen Braut mit ihren Freundinnen und andererseits vom zukünftigen Bräutigam mit seinen Freunden veranstaltet.
Normalerweise wissen Braut und Bräutigam im voraus nicht, was sich abspielen wird. Sie werden überrascht.
Der Nachmittag beginnt meist mit einem Gang in die Sauna gemeinsam mit den Freunden.
Dort werden allerlei Rituale vorgenommen, wie das Ausschreien der bösen Geister und das Auswaschen der ehemaligen Liebschaften mit Salz und Mehl.
Danach ist eine gute Gelegenheit den
Hochzeitsaspiranten mit "neuen" Klamotten einzukleiden. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
Oft steht die Kleidung irgendwie mit der Person im Zusammenhang. So wird z.B. ein Hobby angedeutet.
Dann müssen die Kandidaten in Discos und Restaurants etwas "verkaufen", das irgendwie mit ihnen im Zusammenhang steht.
Beliebt ist es, kleine
Küßchen in Form von Bonbons zu verkaufen.
Manchmal muss der Kandidat gegen geringes Entgelt etwas singen. Oft wird der Person auch durch Alkohol Mut
eingeflösst.
Im besten Fall sind die polttarit ein lustiger Abend mit alten Freunden/Freundinnen.
Nicht selten aber sind die Kandidaten so betrunken, das sie sich später an nichts mehr erinnern.
In den letzten Jahren geht der Trend aber zunehmend dahin, dem Hochzeitskandidaten einen vergnüglichen Abend zu bereiten, an den er sich später gern erinnert.
Finweddings - Heiraten in Finnland