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Das Nordstream-Projekt - Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Europa zu pumpen - ist schon allein von seiner Dimension her ein sehr ehrgeiziges Projekt.
Aber ist es überhaupt realisierbar?
Um Nord Stream vom Reissbrett in die Tat umsetzen zu können, ist die Zustimmung aller Länder, durch deren Hoheitsgebiet die Pipeline laufen soll, erforderlich: Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland.
Bei Russland und Deutschland ist im Genehmigungsverfahren wenig Widerstand zu erwarten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erst kürzlich bei ihrem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Medwedew in Sotschi auf den raschen Abschluss des Projektes gedrängt.(1)
Und das der Bau der Pipeline im ureigensten Interesse Russlands ist, kann wohl kaum bezweifelt werden.
Anders sieht es mit der Zustimmung der nordischen Länder zu Nord Stream aus.
So hat die Verwaltung der schwedischen Inselprovinz Gotland ihr OK verweigert. (2)
Und wie Finnland entscheidet steht in den Sternen.
Olli Kivinen bezeichnete gestern in seiner Kolumne im Helsingin Sanomat (3) die Haltung Finnlands zum Nord Stream Gasprojekt als aussenpolitisches schwarzes Loch.
Die Regierung wiederhole mantraartig ihre Umweltbedenken.
In Wahrheit stecke aber viel mehr dahinter. Nord Stream sei ein höchst politisches Projekt.
Die finnische Bevölkerung sieht das Gaspipeline-Projekt mit gemischten Gefühlen.
Etwa gleich viele Finnen befürworten den Bau der Nord Stream-Gasleitung, deren Rohre durch den Finnischen Meeresbusen gelegt werden sollen, wie ihn ablehnen.
Das ergab eine Befragung, die der Fernsehsender MTV3 und die Tageszeitung Satakunnan Kansa gemeinsam durchführten.
Als Bedenken wurden vor allem ökologische Erwägungen und mögliche Probleme für Fischerei und Verkehr angeführt.
Ein Projekt wie Nord Stream hat selbst wenn alle Umweltbedenken ausgeräumt werden könnten, nur in einem Klima des Vertrauens in Europa eine Chance.
Deshalb und damit nicht noch mehr Gelder unnütz in den Wind geschossen werden, müssen alle beteiligten Seiten endlich ihre Karten offen auf den Tisch legen.
Auch Finnland.
Quellen:
(26.08.2009, 8.40 Uhr)
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