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Wo immer es um die Zukunft der Europäischen Union und den Lissaboner Vertrag geht, ist eine Diskussion über einen geeigneten Kandidaten für das Amt des EU-Präsidenten nicht weit.
Zahlreiche Namen wurden schon in die Waagschale geworfen.
Einer davon ist der des ehemaligen finnischen Ministerpräsidenten Paavo Lipponen.
Die britische Financial Times sieht in dem Finnen eine gute Alternative zu Tony Blair.
Paavo Lipponen hat inzwischen sein Interesse an der Position bekundet und auch bestätigt, dass man ihn von Seiten der EU diesbezüglich kontaktiert habe.
Ein Finne auf dem höchsten europäischen Amt?
In jedem Fall würden zwei Dinge dafür sprechen
Paavo Lipponen verfügt nicht nur über umfangreiche Erfahrungen auf politischem und diplomatischem Parkett, er hat als finnischer Ministerpräsident an der Spitze der Regenbogen-Koalition bewiesen, dass man mit geeinten Anstrengungen die Arbeitslosenquote halbieren und mit rigorosen Sparmassnahmen auch den Staatshaushalt sanieren kann.
Als Ergebnis seiner Politik gilt auch der Beitritt Finnlands, als einziges skandinavisches Land, zur Europäischen Währungsunion, der zum 1. Januar 1999 vollzogen wurde.
Und auch als Mensch ist Paavo Lipponen ein Sympathieträger.
Unvergessen bei Vielen ist die Tatsache, dass er sich als Ministerpräsident Zeit für seine Familie nahm und in den Vaterschaftsurlaub ging.
Wie auch immer die Würfel fallen, wenn erst einmal der Vertrag von Lissabon steht, ein Finne als EU-Präsident wäre bestimmt nicht die schlechteste Wahl.
(29.07.2009, 14.30 Uhr, Quellen der Information: Karjalainen, Ilta-Sanomat)
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