- 14.2. Am Valentinstag ist Freundetag in Finnland - Unser Angebot für Finnland-Freunde- Ich höre ihre Stimme nicht
Aktuelle Kommentare aus Finnland

Ich höre ihre Stimme nicht

Finland News nach Themenbereichen

| Finnland-News | Nachrichten-Archiv | Meist diskutierte Finnland-Artikel | Finnland-Kommentare | Finnland-Kurzmeldungen | Parlamentswahl 2011 | Finland-Presseschau | Klatsch aus Suomi |

| Arbeitsmarkt und Arbeitskampf | Armee und Landesverteidigung | Aussenpolitik | Bildung | Computer und Internet | Dies und Das | Energie | EU | Film | Finanzen | Gesundheit | Immobilien | Karelisches | Kinder und Jugend | Kirche | Klima | Kommunen | Kriminalität | Kunst | Kurioses | Land-und Forstwirtschaft | Management | Medien | Migration | Musik | Natur | Parlament | Politik | Polizei | Preise | Promi | Proteste | Recht | Society | Soziales | Sport | Steuerrecht | Strassenverkehr | Tabak | Tourismus | Umwelt | Verbraucher | Verkehrsmittel | Waffen | Wahlen | Wirtschaft und Industrie | Weihnachten |

Finnische Linke ohne Sitz im EU-Parlament

In ganz Europa wird nach der Wahl zum Europäischen Parlament über Stimmverluste und verpasste Chance der Linken diskutiert.
Auch in Finnland gehören die Linken zu den Verlierern der Europawahl. Sie büssten nicht nur einen Stimmenanteil von 3,2 Prozent gegenüber den letzten Europawahlen 2004 ein, sondern verloren auch ihren einzigen Sitz im Europäischen Parlament.

Am Anfang des Wahlabends bei den ersten Hochrechnungen sah alles noch gut aus. Der Parlamentsplatz schien sicher. Im Laufe der Auszählung jedoch bröckelte der Glanz, die Prozente purzelten und am Schluss der Auszählung stand die bittere Wahrheit fest: Die finnischen Linken werden in den nächsten Jahren nicht im EU-Parlament vertreten sein.
Auch wenn nur Zehntelprozente am Erhalt des Parlamentssitzes fehlten, ein Fiasko für die Linken.

Wie konnte es soweit kommen, wird man sich fragen und dabei vielleicht das Naheliegende übersehen.
Die Stimmen für die Linken sind zu anderen abgewandert, weil die Linken sich im Wahlkampf noch farbloser präsentierten, als andere Parteien.
Sie waren weder in der Lage, der Bevökerung ihr Bild von Europa mit allen seinen Vorteilen und auch Problemen überzeugend zu vermitteln, noch in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise Auswege und Alternativen aufzuzeigen.
Sie plätscherten im Strom der Parteien mit, beschäftigten sich mit sich selbst und waren so nicht zu hören.
Andere fanden den Draht zu den Menschen, belegten linke Positionen und Themen und nahmen die Wähler für sich ein.

Man muss nicht laut schreien, um gut hörbar zu sein.
Wieselfleissige Parteiarbeit im stillen Kämmerlein allein jedoch, wird keinen überzeugen.
Und sich auf den Stammwählern, die links wählen, weil dort ihr Herz schlägt, auszuruhen, kann sich die Linke nicht leisten.
Weder in Finnland, noch anderswo.

(C.K., 09.06.2009, 11.30 Uhr)

Ihr Kommentar zum Artikel.
Wir freuen uns über Ihr Feedback.