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Auch wenn man schon lange in Finnland lebt und sich noch länger intensiv mit Suomi befasst, man lernt nie aus und immer wieder gibt es Meldungen, die einen noch zu überraschen vermögen.
Mich überraschten am Wochenende zwei Meldungen über das Lernen in Finnland.
In der ersten, die ich im YLE-Videotext fand, hiess es, dass die Zahl der finnischen Kinder, die statt die Grundschule zu besuchen zu Hause lernen, in den letzten Jahren gestiegen ist und derzeit bei etwa 400 liegt.
Meist seien religiöse Gründe ausschlaggebend. Nach Meinung mancher Eltern vernachlässige die finnische Schule die Erziehung der Heranwachsenden im Sinne christlicher Werte.
Um seine Kinder zu Hause unterrichten zu lassen, brauche man keine gesonderte Genehmigung. Eine Meldung, dass es so sei, genüge.
Die zweite Nachricht betraf das Fahren lernen, also die Vorbereitungen auf den Erhalt einer PKW-Fahrerlaubnis.
Wie der Helsingin Sanomat berichtete, nahm in den Zeiten des Wirtschaftswachstums in Finnland die Zahl der Jugendlichen, die sich von ihren Eltern oder anderen Familienmitgliedern im Autofahren unterweisen lassen, ab.
Fahranfänger liessen sich zunehmend in Fahrschulen ausbilden.
Gab es noch im Jahr 2001 8.600 befürwortete Genehmigungen für die Schulung im Familienkreis, betrug ihre Zahl im letzten Jahr nur noch 7.000.
In der ersten Hälfte des Jahres 2009 wurden 3.600 Unterrichtserlaubnisse an Familien vergeben.
Oberinspektor Veijo Tuonen vom Zentrum für Fahrzeugregistrierungen sagte dem Blatt, dass er damit rechne, dass in der gegenwärtigen Zeit der Rezession mehr auf die Hilfe der Verwandten zurückgreifen und die Zahl der privaten Unterrichtserlaubnisse wieder steigen werde.
Interessante Details aus dem Pisa-Wunderland Finnland, wie ich meine.
C.K.
(21.09.2009, 8.30 Uhr, Quellen: Helsingin Sanomat, YLE Videotext S. 106)
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