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Heiligt der Zweck die Mittel?

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Alle Mittel zum Zweck?

Wer in Helsinki hinter der Hauptpost aus einem der Busse aussteigt und zum Bahnhof will oder die Unterführung vom Hauptbahnhof in die Innenstadt nutzt, der entgeht ihnen nicht.
Die jungen Leute mit ihren Mappen und knalligen T-Shirts, die für UNICEF oder Greenpeace werben, bestürmen einen regelrecht.
Manch einer, der an den guten Zweck der Organisationen glaubt, fühlt sich spätestens nachdem er das dritte Mal angesprochen wurde, belästigt.

Heiligt der Zweck die Mittel?

Das fragt man sich auch bei der jüngsten Greenpeace-Aktion in Finnland.
Im Rahmen einer Kompagne gegen Atomkraft verteilt Greenpeace in ganz Finnland 20.000 Formulare an Verbraucher, die Stromrechnungen ähnlich sehen.
Die vermeintlichen Rechnungen, die sich auf je 600 Euro belaufen, tragen das Logo von Teollisuuden Voima.
Teollisuuden Voima Oy (TVO), finnischer Stromerzeuger und Betreiber von Kernkraftwerken an der Westküste Finnlands, hat mit der Sache jedoch nichts zu tun.
Die auf den Formularen enthaltenen Kontonummern und Chiffre sind nicht existent.

Greenpeace will mit der Aktion auf die Kosten, die durch die Verzögerungen beim Kernkraftwerk-Projekt Olkiluoto 3 entstehen, aufmerksam machen.

Muss man aber deshalb die Verbraucher verunsichern und sich eines fremden Logos bedienen?
Heiligt der Zweck die Mittel?

(15.06.2009, 22.40 Uhr)

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