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Wem hallen die Meldungen über die Krise der finnischen Papierindustrie nicht mehr im Ohr, die kürzlich über die Ticker der finnischen Medienwelt gelaufen sind?
Von Betriebsschliessungen, Umstrukturierungen, neuen Arbeitslosen war da die Rede und das Gejammer auf allen Kanälen gross.
Und nur ein paar Tage später berichtete die Zeitung Maaseudun Tulevaisuus davon, dass inzwischen mindestens jede vierte finnische Zeitung auf russischen Papier gedruckt werde und dass die Verwendung von Papier aus Russland für die Herstellung von Zeitungen in Finnland immer mehr steige.
Russisches Papier habe eine ähnliche Qualität wie finnisches und sei um einiges billiger, erklärt der finnische Zeitungsbund und spricht gar von inzwischen 30 Prozent der finnischen Zeitungen, die russisches Papier verwenden.
Nach jüngsten Zollstatistiken wurde von Januar bis Mai Zeitungspapier für 13 Millionen Euro aus Russland importiert.
Das waren 19 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Wie soll man vor diesem Hintergrund das Jammern der finnischen Medien über den Niedergang der heimischen Papierinduustrie sehen?
Als scheinheilig? Und die Berichte über die Krise vielleicht als oberflächlich?
(02.09.2009, 23.30 Uhr, Quelle: YLE)
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