In den Nachrichten 2009 blättern
| vor
| Nachrichten-Überblick September 2009
| zurück |
| Finnland-News | Nachrichten-Archiv | Meist diskutierte Finnland-Artikel | Finnland-Kommentare | Finnland-Kurzmeldungen | Parlamentswahl 2011 | Finland-Presseschau | Klatsch aus Suomi |
| Arbeitsmarkt und Arbeitskampf | Armee und Landesverteidigung | Aussenpolitik | Bildung | Computer und Internet | Dies und Das | Energie | EU | Film | Finanzen | Gesundheit | Immobilien | Karelisches | Kinder und Jugend | Kirche | Klima | Kommunen | Kriminalität | Kunst | Kurioses | Land-und Forstwirtschaft | Management | Medien | Migration | Musik | Natur | Parlament | Politik | Polizei | Preise | Promi | Proteste | Recht | Society | Soziales | Sport | Steuerrecht | Strassenverkehr | Tabak | Tourismus | Umwelt | Verbraucher | Verkehrsmittel | Waffen | Wahlen | Wirtschaft und Industrie | Weihnachten |
Am 25. August 2009 berichtete Finnland on Line in den Kurznachrichten davon, dass das finnische Amt für Lebensmittelsicherheit Evira erwäge ein Qualitätskennzeichen für Lebensmittelläden, das sichtbar für die Kunden angebracht wird, einzuführen.
Kann so ein Siegel die Qualität der angebotenen Lebensmittel verbessern, kann es die Verkaufsstellen gar zu verbraucherbewussterem Verhalten erziehen?
Die Meinungen dazu gehen weit auseinander.
Wie soll gewährleistet sein, dass das Kennzeichen an der Eingangstür dem momentanen Qualitätszustand des Angebots entspricht und nicht Schnee von gestern ist?
Wie oft müssen die Verkaufsstellen geprüft werden, damit sich der Verbraucher auf die Aussage des Aufklebers verlassen kann und keine Wettbewerbsverzerrungen entstehen.
Nach heftiger Diskussion des Vorhabens in den Medien ist es inzwischen ruhig um die Idee geworden.
Heute liess die finnische Verbraucherbehörde aufhorchen, als sie erklärte, sie werde die derzeit gebräuchlichen roten Aufkleber auf Waren des täglichen Bedarfs, die Preisreduzierungen von alternden Produkten kurz vor Ende des Verfallsdatums verkünden, verbieten.
Die Behörde bemängelte, dass sie nur die prozentuale Preisreduzierung, aber nicht den neuen Preis enthalten.
Nach der neuen Verordnung muss auf den roten Stickern der Preis nach der Reduzierung und der normale Kilo- oder Stückpreis erkenntlich sein.
Damit sollen die Verbraucher vor irreführenden Preisauszeichnungen geschützt werden.
Eine sinnvolle Massnahme.
Gerade in den jetzigen Krisenzeiten greifen viele Finnen zu den günstigeren, reduzierten Lebensmitteln.
Und die roten Aufkleberchen, die da schreien "-30 %" oder gar "-50 %" locken und verleiten zum Kauf.
Die wenigisten Kunden machen sich vor dem Kühlregal die Mühe, den neuen Preis auszurechnen und ihn mit anderen Angeboten zu vergleichen. Sie gehen davon aus, günstig zu kaufen und erleben dann manchmal an der Kasse Ernüchterung.
Zukünftig werden reduzierte Angebote gekauft werden, wenn sie im Vergleich zu anderen Waren wirklich und nicht nur gefühlt günstig sind.
(07.09.2009, 21.50 Uhr, Quelle: Helsingin Sanomat)
Ihr Kommentar zum Artikel.
Wir freuen uns über Ihr Feedback.