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Finnland profitiert von seiner Zustimmung Gaspipelineprojekt "Nord Stream", während die Verweigerungshaltung Estlands zum Verlust möglicher Arbeitsplätze und Investitionen führt.
Zu diesem Ergebnis kommt die Tallinner Wirtschaftszeitung "Äripäev".
Besonders deutlich wird dies dem Blatt zufolge am Beispiel des Hafens Sillamäe im Osten des Landes, der nun nicht als Logistikzentrum dienen werde.
Dabei seien im Rahmen des Pipelinebaus Investitionen von rund 100 Millionen Euro für Logistikpunkte in der östlichen Ostsee vorgesehen und es habe Aufträge für Bauunternehmen gegeben, von denen kein einziger an eine estnische Firma gegangen sei.
Als weitere Beispiele für entgangene Aufträge nannte die Zeitung den finnischen Hafen Hanko, der als Verladestation dient sowie das Kotka, wo nun 190 Mitarbeiter in der Herstellung von Röhren und Beton beschäftigt werden.
Darüber hinaus sei in Kotka vom Bauunternehmen "Nordic Hall Oy" eine neue Produktionshalle für 20 Millionen Euro errichtet worden.
"Der Vertrag mit Nord Stream kam für unsere Stadt genau zur richtigen Zeit", sagte Kotkas Bürgermeister Henry Lindelöff.
Der estnische Unternehmer Jüri Mõis sprach dagegen von einer entgangenen Chance für sein Land und machte auch das angespannte bilaterale Verhältnis zwischen Estland und Russland dafür verantwortlich, dass Estland bei der Auftragsvergabe systematisch umgangen werde.
Estland gehört zusammen mit den beiden anderen baltischen Staaten zu den heftigsten Kritikern des Nord Stream Projekts.
Die drei Länder befürchten durch den Bau der Gaspipeline durch die Ostsee känftig eine verstärkte Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen.
Quellen:
(11.12.2009, 23.00 Uhr)
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