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Finnische Frauen können bei der Eheschliessung frei über ihren Familiennamen entscheiden. Etwa ein Fünftel der Frauen, die Tendenz ist steigend, entscheidet sich dafür, den eigenen Nachnamen weiterzuführen.
Wenn Mutter und Vater unterschiedliche Familiennamen haben, welchen Namen erhält dann der Nachwuchs?
Hier ist der Trend gegenläufig.
Immer häufiger erhalten finnische Babys den Nachnamen des Vaters.
Nach Angaben der finnischen Bevölkerungszentrale (Väestörekisterikeskus) haben weniger als 7 Prozent der im vergangenen Jahr geborenen Kinder den Nachnamen der Mutter erhalten, der anders war als der des Vaters.
Von den im Jahr 2008 in Finnland geborenen Kindern hatten nur 50 Prozent den Namen beider Elternteile.
Im Jahr 1990 waren es noch 67 Prozent.
Fast 42 Prozent der Neugeboren des Jahres 2008 tragen den Familiennamen des Vaters, 1990 waren es nur 25 Prozent.
Wie kommt es zu dieser Entwicklung?
Die Namensforscherin Sirkka Paikkala nennt auf YLE dafür mehrere Gründe.
Zum Teil sei es traditionelles Denken. Früher haben Frauen in der Regel den Namen des Mannes angenommen und die Kinder ihn so auch erhalten.
Auch Druck aus der Verwandschaft mag eine Rolle spielen und in manchen Fällen wird einfach der eine Name als angenehmer empfunden als der andere und deshalb so und nicht anders entschieden.
(10.09.2009, 22.00 Uhr, Quelle: YLE)
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