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Sind finnische Parlamentsabgeordnete Menschen wie Du und ich oder erkranken sie durch den Stress, den die Politik mit sich bringt, häufiger an schweren Krankheiten als der normale finnische Durchschnittsbürger?
Über diese Frage hat das Boulevardblatt Ilta-Sanomat mit finnischen Parlamentariern gesprochen, nachdem die schwere Erkrankung von Tommy Tabermann (SDP) bekanntgeworden ist.
Erst vor etwa drei Monaten ist die Keskusta-Abgeordnete Susanna Haapoja plötzlich an einer Gehirnblutung verstorben.
Gehört das zu den Schattenseiten des Lebens als Volksvertreter?
Die Meinungen der interviewten Parlamentsmitglieder zum Sachverhalt gingen wenig auseinander.
Jeder sei gefordert, auch an seine eigene Gesundheit zu denken, meinen Paula Sihto und Hannakaisa Heikkinen (Keskusta).
Vor allem für Abgeordnete aus Landgemeinden, die die ganze Woche getrennt von ihren Familien sind, sei die Arbeit schwer, merkt Heikkinen an.
Sirpa Asko-Seljavaara (Kokoomus) schätzt, dass Parlamentsmitglieder nicht schwerer krank sind als die Bevölkerung auch. Die Parlamentarier würden sich aber häufiger untersuchen lassen.
Minna Sirnö (Linke) berichtete, dass es ihr unangenehm war, im letzten Jahr in den Medien Spekulationen über ihren Gesundheitszustand zu lesen, als sie bei einer Routineoperation im Krankenhaus Herzprobleme hatte.
Als Parlamentsmitglied krank zu sein falle deshalb so auf, weil man mehr in der Öffentlichkeit stehe.
Gut sei aber, dass wenn man ernsthafte gesundheitliche Probleme habe, die Gemeinschaft der Parlamentsmitglieder hinter einem stehe und auch Unterstützung gewähre.
Keine überraschenden Ergebnisse der Befragung.
Wer hatte sie auch erwartet?!
(14.09.2009, 8.20 Uhr, Quelle: Ilta-Sanomat)
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