In den Nachrichten 2009 blättern
| vor
| Nachrichten-Überblick September 2009
| zurück |
| Finnland-News | Nachrichten-Archiv | Meist diskutierte Finnland-Artikel | Finnland-Kommentare | Finnland-Kurzmeldungen | Parlamentswahl 2011 | Finland-Presseschau | Klatsch aus Suomi |
| Arbeitsmarkt und Arbeitskampf | Armee und Landesverteidigung | Aussenpolitik | Bildung | Computer und Internet | Dies und Das | Energie | EU | Film | Finanzen | Gesundheit | Immobilien | Karelisches | Kinder und Jugend | Kirche | Klima | Kommunen | Kriminalität | Kunst | Kurioses | Land-und Forstwirtschaft | Management | Medien | Migration | Musik | Natur | Parlament | Politik | Polizei | Preise | Promi | Proteste | Recht | Society | Soziales | Sport | Steuerrecht | Strassenverkehr | Tabak | Tourismus | Umwelt | Verbraucher | Verkehrsmittel | Waffen | Wahlen | Wirtschaft und Industrie | Weihnachten |
'Sage mir, was Du für ein Auto fährst, ich sage Dir, wer Du bist', heisst es in Finnland.
Aino Vitikainen, Redakteurin der Tageszeitung Etelä-Saimaa, wollte es genauer wissen und interviewte etwa zwanzig 21-70 jährige Finnen zum Thema.
Die Klischees über Fahrer verschiedener Autotypen traten dabei überraschend deutlich zutage.
Der Fahrer eines Audis ist ca. 36 Jahre alt, arbeitet in leitender Stellung im Bereich Informationstechnik und hält sich für einen richtigen Mann.
Er hat eine akademische Ausbildung, verdient gut und findet, dass er sportlich und jugendlich ist.
Zu seinen Hobbys gehören Fitnesstraining, exotische Auslandsreisen und das Abhängen in trendigen Cafés.
Er fährt schnell und rücksichtslos und verursacht oft Verkehrsunfälle.
Er geht immer mit irgendeiner Frau, aber sein Auto fahren darf sie nie.
Den Mercedes-Fahrer erkennt man sofort: sein oberster Hemdknopf ist offen, er trägt eine goldene Halskette und hat für seinen spärlichen Haarschopf einen kleinen Kamm in der Tasche des Hemdes bei sich.
Er ist immer noch braun von der letzten Reise in den Süden, die er mit seiner Frau unternommen hat.
Dem ehemaligen Geschäftsführer sieht man seine Lebenserfahrung und den Erfolg an.
Seine Frau hat natürlich ihr eigenes Auto.
Der Mercedes-Besitzer fährt bedächtig und hat langjährige Fahrpraxis.
Im Toyota fährt ein bescheidenes Ehepaar. Es steht für Traditionen und macht kein grosses Gewese um sich selbst.
Die Ehefrau nutzt das Auto für die Einkaufsfahrten und um die Kinder zu ihren Terminen zu brinegn.
Sie selbst radelt zur Arbeit. Der Ehemann fährt mit dem gemeinsamen Toyota.
Ein Saab-Fahrer versteht nur andere Saab-Fahrer. Sein Vater hatte nämlich auch einen Saab. Andere Autos kommen für ihn nicht in Frage.
Der schon ältere Herr ist sprachlich gewandt und denkt gerne über seine verpassten Chancen im Job nach.
An den Wochenenden steht sein Auto zu Hause, denn den Saab-Mann findet man dann im Tanzrestaurant.
Die Citroen-Frau wählte ihr Auto, weil es ein französisches ist und sie nichts von Autos versteht.
Sie gehört zum Mittelstand, ist etwa 37 Jahre alt, Akademikerin und von Künstlernatur.
Als junge Frau hätte sie am liebsten bildende Künste in Paris studiert.
Wenn sie fährt, singt sie im Takt der Eagles-Songs. Daher ist ihr Fahrstil etwas unstet.
Ein kleiner Blechschaden, was soll’s!
Den Mann mit Lada erkennt man an seinem Struppelbart und an seiner Schirmmütze.
Er ist ein wenig altmodisch, arbeitet sein ganzes Leben lang körperlich und verdient wenig.
Sein Auto hält er für das beste der Welt. Aufgabe eines Autos ist für ihn, ihn von A zu B zu fahren und bei jedem Wetter zuverlässig anzuspringen.
Er fährt von seiner Wohnung in die Innenstadt, um Kaffee zu trinken oder einzukaufen.
Seinen ersten Lada kaufte er wegen des günstigen Preises.
Inzwischen gehört der Lada für ihn zu seinen Lebensgewohnheiten.
Ja, so unterhaltsam können Klischees sein. Genug geschmunzelt!
Haben nur die Finnen solche Klischees?
(08.09.2009, 20.20 Uhr, Quelle: Etelä Saimaa)
Ihr Kommentar zum Artikel.
Wir freuen uns über Ihr Feedback.