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Die kleinen und mittelgrossen Kredite, die man in Finnland bei etwa 75 Unternehmen schnell per Telefon, SMS oder Internet in Anspruch nehmen kann, werden in letzter Zeit viel und kritisch diskutiert. Nicht nur in Suomi.
Von Finnland aus hat sich die Idee der Schnellkredite nach Schweden, in die Tschechei, ja selbst in die USA ausgebreitet.
Ursächlich dafür ist vor allem die gute Infrastruktur Finnlands auf dem Gebiet der Telekommunikation.
Aber auch zum Beispiel Videospiele, die per SMS bezahlt werden können, haben zu ihrer Popularität beigetragen.
Nun mehren sich in Finnland Anfragen aus anderen Ländern, wie Probleme bei diesen Krediten zu handhaben sind.
Finnische Verbraucherschützer sind der Meinung, dass sich diese Kreditform nur dank der laschen Gesetzgebung in Finnland entwickeln konnte und dass sie eine reine finnische Erfindung ist.
Die beim Verbraucherschutz für Verbraucherrecht zuständige Anja Peltonen meint, dass die Vorschriften zur Kreditvergabe in Finnland schon in den 1990er Jahren zu stark abgebaut wurden.
In anderen Ländern seien nur Banken zur Kreditvergabe berechtigt.
Aber nicht nur Verbraucherschützer sehen die Expresskredite mit Besorgnis.
So fordert eine Arbeitsgruppe des finnischen Justizministeriums die Registrierungspflicht für Expresskredit-Unternehmen.
Und in Beamtenkreisen ist die Meinung verbreitet, dass die Schnellkredite die Arbeitsmoral der Finnen untergraben und zu sozialen Problemen führen, wie YLE am 2.9.2009 berichtete.
Zumindest Letzteres ist unbestritten.
Viel zu viele sich ohnehin in finanziellen Schwierigkeiten befindende Finnen haben Schnellkredite erhalten und weil sie diese nicht pünktlich zuräckzahlen können, ihre Situation noch verschärft.
Etwa zwei Prozent der Expresskreditkunden sind nicht in der Lage, diese zu begleichen.
Am ehesten bleiben die Kredite für Möbel und andere Anschaffungen unbezahlt, Lebensmittelhandel, Tankstellen und Banken sind nicht betroffen.
Erste gesetzliche Massnahmen wie das Nachtkreditverbot und die Pflicht zur genauen Information über die Kreditbedingungen haben nicht die erforderliche Wirkung erzielt.
Nachbesserung ist zwingend erforderlich.
(03.02.2009, 21.50 Uhr, Quelle: Taloussanomat 1, 2)
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