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Der Helsinkier Regisseur Mika Lehtinen hat beim Theaterstück "Ich bin Adolf Eichmann" in Lappeenranta erfolgreich Regie geführt.
Jetzt wird die Aufführung vom renommierten, mit dem Jussi-Preis ausgezeichneten, Filmregisseur Harri Räty für das Fernsehen verfilmt.
Das Stück wurde vom Intendanten der städtischen Bühnen in Lappeenranta, Jari Juutinen, geschrieben.
In Finnland besteht weitgehend die Auffassung, dass "Minä olen Adolf Eichmann" das wichtigste Bühnenstück seit Jahren ist.
Erzählt wird die wohl bekannte Geschichte vom Nazi Adolf Eichmann (1906-1962).
Der selbsternannte Judenspezialist Eichmann war Leiter der Abteilung für jüdische Angelegenheiten der Gestapo und zuständig für den Abtransport der Juden während der sogenannten Endlösung.
Das Stück versucht Eichmann, der 1962 in Jerusalem hingerichtet wurde, und die ganze damalige Zeit zu entmystifizieren.
Es geht um Schuld und Verantwortung, um menschlichen Gnade und ihre Möglichkeiten.
Das Stück ist auch ein Versuch, dem Bösen in uns ohne Angst zu begegnen.
Es ist geistreich und provokativ, voller Sorge und Scham, grausam und lustig.
Es ist Brecht, Stanislavsky und Monty Python, alles in Einem.
Ein Stück, das bewegt, das man schwer vergessen kann.
Noch hat Lehtinen keinen Vertrag mit einem Fernsehsender, aber es gilt als sicher, dass dieser Film im finnischen Fernsehen in der Reihe YLE Teema gezeigt wird.
Das Stück ist bereits in die deutsche, spanische und französische Sprache übersetzt worden.
In Kürze wird auch eine englischsprachige Fassung vorliegen.
Das erleichtert den Verkauf an ausländische Fernsehsender erheblich.
Das Thema von "Ich bin Adolf Eichmann" wird so schnell nicht sterben.
Immer werden Emotionen dafür und dagegen geweckt, unabhängig davon, wann und wo das Stück gezeigt wird.
So sehr, dass das Stück aus dem Spielplan für das Theaterfestival in Petrosawodsk (Republik Karelien) im vergangenen Sommer genommen werden musste.
Das Theater Lappeenranta gastiert am 17. und 18. November mit dem Stück in Helsinki.
(05.09.2009, 08.50 Uhr, Quellen: Etelä Saimaa, Helsingin Sanomat)
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