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Die am Dienstag veröffentlichte OECD Studie "Education at a Glance" hat gezeigt, dass Finnland bildungspolitisch im Wesentlichen vor zwei grossen Herausforderungen steht:
Auch wenn die OECD-Studie nicht ganz aktuell ist, weil die meisten Zahlenangaben aus 2007 stammen und somit die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise noch nicht in ihre Ergebnisse mit eingeflossen sind, zeigt sie den Finnen deutlich auf, wo Nachholebedarf auf bildungspolitischem Gebiet besteht.
In keinem anderen OECD Land sind so viele junge Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren noch in Ausbildung wie in Finnland.
Hierzulande sind es 43 Prozent.
Der OECD Durchschnitt liegt bei ca 25 Prozent.
Natürlich ist es positiv zu werten, wenn Finnlands Jugend die Notwendigkeit einer soliden beruflichen Ausbildung als Fundament für die Zukunft begreift und Zeit in das Lernen investiert.
Vielfach steht der späte Abschluss der Lehre oder des Studiums in Suomi aber mit dem langen Warten auf den gewünschten Studien-oder Ausbildungsplatz in Zusammmenhang.
Und so hat auch das Bildungsministerium in einer ersten Stellungsnahme betont, dass es notwendig sei, den Zeitabstand zwischen Beendigung der Schule und Beginn von Studium oder beruflicher Ausbildung zu verkürzen.
Eine Arbeitsgruppe befasse sich damit, wie erreicht werden kann, dass hoch qualifizierte Menschen dem Arbeitsprozess früher als derzeit zur Verfügung stehen.
Vor allem in der unangemessen langen Zeit bis zum Beginn der beruflichen Ausbildung liegt auch die Tatsache begründet, dass Finnland bei der Teilnahme von 15 bis 19 Jährigen an Bildung und Ausbildung ein wenig hinter anderen OECD-Ländern hinterherhinkt.
Dabei war Finnland vor nicht allzu langer Zeit auch auf diesem Gebiet mit führend als 88 Prozent der finnischen Jugendlichen der Altersgruppe an Bildungsmassnahmen teilnahmen.
Der Dreh-und Angelpunkt der eingangs dargestellten finnischen Probleme scheint also zu sein, den Übergang von schulischer zu beruflicher Ausbildung zu beschleunigen.
Hier sind dringend Massnahmen erforderlich!
(10.09.2009, 10.00 Uhr, Quelle: Helsingin Sanomat)
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