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Aktuelle Meldungen aus Finnland: 13.10.2009

Wenn Finnen im Ausland in Problemen sind

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Über konsularische Hilfe für Finnen, die sich im Ausland aufhalten

Der im finnischen Aussenministerium tätige Jussi Pekkarinen hat ein interessantes Buch über die Arbeit des Ministeriums geschrieben, das im letzten Monat im Otava Verlag erschienen ist.
In "Konsulinkyydillä kotiin suomalaisia ahdingossa maailmalla" hat der Autor Beispiele gesammelt, wie Finnland in den Jahren 1918-1981 konsularische Hilfe geleistet hat.
Jährlich wenden sich etwa 1.000 Finnen, die im Ausland in die Klemme geraten sind, mit der Bitte um Unterstützung an das Ministerium.

Durch die beiden Weltkriege ist das Leben vieler Finnen durcheinandergeraten. Viele sind in Zwangsarbeitslagern gelandet.
Das Aussenministerium und die Botschaften haben sich nach Kriegsende bemüht, die Schicksale der Menschen zu klären.
So haben sich von 1945-1950, wie das Buch berichtet, fast 500 Bürger Finnlands an die finnische Botschaft in Moskau gewandt, weil sie nach Hause zurück wollten.
Eine Einigung mit den russischen Behörden sei erst nach dem Tod Stalins leichter gewesen.

Als in den 1970er Jahren der Tourismus zu boomen anfing, stieg die Anzahl der Anfragen bei den Auslandsvertretungen Finnlands.

Das Buch schildert auch Fälle, wo die Hilfe auf sich warten liess oder seltsame Wege ging.
Ein in finnischen Zeitungen mehrfach erwähntes Beispiel ist eine junge Finnin, die 1974 in Indien Geld und Pass verloren hat und sich deshalb an die finnische Botschaft wandte. Diese fragte ihrerseits in Finnland nach und das Mädchen erhielt eine eigenartige Antwort: Sie solle per Anhalter nach Hause fahren.
Aber auch diese Geschichte ging gut aus, denn letztendlich schickte das Ministerium 300 Euro für ein Busticket und 200 für Verpflegung und ein Beamter schrieb auf die Akte die Bemerkung: Wir dürfen auf keinen Fall Fahrten per Anhalter empfehlen.

(13.10.2009, 22.30 Uhr, Quelle: Iltalehti)

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