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Aktuelle Meldungen aus Finnland: 06.10.2009

In Finnland sind Hausfrauen eine ausgestorbene Spezies

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In Finnland gibt es keine Hausfrauen mehr

Die Statistiken belegen es: In Finnland gibt es keine Hausfrauen mehr. Die Spezies ist ausgestorben. Allmählich, fast unbemerkt.

Noch in den 1970er Jahren gab es in Finnland etwa 400.000 Frauen, die ausserhalb des Berufslebens standen und sich ausschliesslich um Wohnung, Familie, Haus und Kinder kümmerten.
Heute stehen eine reichliche Million finnische Frauen im Arbeitsprozess, etwa gleichviele wie Männer.

Wie ist diese Entwicklung zu erklären?
Zum einen müssen finnische Frauen heute weniger zwischen Familie und Karriere entscheiden, weil sich die Kinderbetreuung in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert hat und es die Elternfreizeit gibt. Zum anderen geht der Trend zum Singledasein auch an den Frauen nicht vorbei. Etwa 20 Prozent der finnischen Frauen sind kinderlos.

Die wichtigste Ursache für das Verschwinden der Spezies Hausfrau ist jedoch das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre, das viele Frauen in die Berufstätigkeit geführt hat.
Die aktuelle Rezession hat vor allem die traditionellen Männerbranchen wie Bauwesen und Metallverarbeitung betroffen.
Die meisten Frauen arbeiten im öffentlichen Dienst oder in Dienstleistungsberufen. Dort sind die Auswirkungen der Krise nicht so zu spüren und so wird es, wie der Helsingin Sanomat vermutet, in Finnland bald soweit sein, dass mehr Frauen in Arbeit stehen als Männer.

Im August 2009 gab es in Finnland 203.000 Arbeitslose. 52.000 mehr als im Jahr zuvor.
Die Zahl der arbeitslosen Männer ist dabei um 45.000 gewachsen, die der Frauen nur um 8.000.

(06.10.2009, 11.15 Uhr, Quellen: Helsingin Sanomat, Statistisches Amt)

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