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Finnen halten sich gerne für Experten im Russland-Handel, aber stossen auf hohe sprachliche und kulturelle Mauern, wenn sie versuchen, ihre geschäftlichen Fühler ins östliche Nachbarland auszustrecken.
Dort ticken die Uhren anders.
Das betrifft viele Bereiche, nicht zuletzt die Kommunikation.
Diesen Umstand machte eine aktuelle Untersuchung von Fintra zur Wettbewerbsfähigkeit deutlich.
Finnen vertrauen darauf, dass sich Produkte allein über ihre gute Qualität verkaufen lassen und verzichten nicht selten darauf, ihre Unternehmens-und Produktpräsentation ins Russische übertragen zu lassen.
Zudem unterschätzen sie den Wert persönlicher Kontakte ohne die in Russland vieles in Politik und Wirtschaft nicht läuft.
Nicht zuletzt meinen sie mit Englisch als Kommunikationssprache und eMail als Kommunikationsmittel gut gerüstet zu sein.
Aber dem ist bei weitem nicht so.
Viele Geschäfte scheitern daran, dass Finnen nicht den Versuch unternehmen, in russischer Sprache zu kommunizieren.
Andererseits stellen Internetanschlüsse in Russland noch keine Normalität dar und so ist der Versuch einer eMail-Kommunikation oft zum Scheitern verurteilt.
In Russland ist es immer noch üblich, von Angesicht zu Angesicht zu verhandeln.
Erst ein persönlicher Kontakt bedeutet für russische Geschäftspartner, dass die Sache von Bedeutung ist und sie sie wichtig nehmen sollten.
Der Bericht von Fintra setzt sich auch mit den Mythen und Vorurteilen gegenüber dem Russland-Handel auseinander.
Russland ist ein Land von grossen Bisnessmöglichkeiten.
Bürokratische Hürden und Probleme beim Herausfinden des jeweils Verantwortlichen sind keine Seltenheit, aber dass Russen Verträge nicht befolgen, arbeitsfaul oder unzuverlässig sind, ist nur eine Mär.
(04.11.2009, 09.00 Uhr, Quelle: Kauppalehti)
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