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Die finnischen Kommunen leiden in erheblichem Masse unter den Auswirkungen der Rezession.
Gespart wird, wo nur möglich.
Da ist es kein Wunder, dass auch die gegenwärtige Praxis des Religionsunterrichtes hinterfragt wird.
In manchen Gemeinden, so zum Beispiel in Helsinki, muss Religionsunterricht organisiert werden, wenn es 3 Schüler im Ort gibt, die einer Religion angehören.
Da die Menge der Religionsgemeinschaften durch die Zunahme der Einwanderung wächst, wird die Gewährleistung des Unterrichts für kleine Gruppen immer teuerer und komplizierter für die Gemeinden.
Das ist nicht nur eine Geldfrage, sondern auch ein personelles Problem.
Zwar lassen sich in der Regel Personen finden, die den Religionsunterricht für kleine Religionsgemeinschaften übernehmen, allerdings fehlen ihnen in der Regel pädagogische Qualifikationen.
Veli-Matti Kanerva aus Tampere hat das Thema kürzlich in der Tageszeitung Aamulehti angesprochen und vorgeschlagen, dass man von der jetzigen Form des Unterrichts zu einem allgemeingerichteteren Fach übergehen sollte, wie es beispielsweise in Schweden praktiziert wird.
Damit hatte er in ein Wespennest gestochen und heftige Diskussionen entfacht.
Die Befürworter einer Neuregelung unterstreichen, dass der jetzige Religionsunterricht durch seine Einteilung in zahlreiche Gruppen, die Toleranz gegenüber anderen Religionen nicht fördere, sondern im schlimmsten Fall zu mehr Intoleranz führe.
(02.11.2009, 9.00 Uhr, Quelle der Information: YLE)
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