In den Finnland-Nachrichten aus November 2009 blättern
| vor
| Finnland Nachrichten-Überblick November 2009
| zurück |
| Finnland-News | Nachrichten-Archiv | Meist diskutierte Finnland-Artikel | Finnland-Kommentare | Finnland-Kurzmeldungen | Parlamentswahl 2011 | Finland-Presseschau | Klatsch aus Suomi |
| Arbeitsmarkt und Arbeitskampf | Armee und Landesverteidigung | Aussenpolitik | Bildung | Computer und Internet | Dies und Das | Energie | EU | Film | Finanzen | Gesundheit | Immobilien | Karelisches | Kinder und Jugend | Kirche | Klima | Kommunen | Kriminalität | Kunst | Kurioses | Land-und Forstwirtschaft | Management | Medien | Migration | Musik | Natur | Parlament | Politik | Polizei | Preise | Promi | Proteste | Recht | Society | Soziales | Sport | Steuerrecht | Strassenverkehr | Tabak | Tourismus | Umwelt | Verbraucher | Verkehrsmittel | Waffen | Wahlen | Wirtschaft und Industrie | Weihnachten |
Finnland ist das Land der Welt, in dem es nach Einschätzung von Transparency International am 6. wenigsten Korruption gibt.
Besser als Finnland schnitten nur Neuseeland, Dänemark, Singapur, Schweden und die Schweiz ab.
Der Fakt an sich klingt nicht schlecht. Berücksichtigt man allerdings, dass Finnland über viele Jahre als das Land der Welt mit am wenigsten Korruption galt, gewinnt die Plazierung ein anderes Gewicht.
Seit dem Jahr 2000 stand Finnland nur 2005 und im vorigen Jahr nicht auf Platz 1 der Liste.
Dass Finnland gegenüber dem Vorjahr weiter abgeruscht ist, liegt vor allem am Beginn des Wahlfinanzierungsskandals und den Bestechungsvorwürfen gegen Patria.
Man habe in Finnland nicht genug getan, um Bestechungen und Korruption zu verhindern, sagte der Vorsitzende von Transparency International Santeri Eriksson.
Allerdings gäbe es derzeit hinsichtlich Parteien und Wahlfinanzierung, Initiativen dieses zu ändern.
Wo Finnland wohl das nächste Mal auf der Liste von Transparency International stehen wird?
Nach dem das ganze Ausmass des Wahlfinanzierungsskandals erst in diesem Jahr offensichtlich wurde, vermutlich unter ferner liefen.
Die Tageszeitung Savon Sanomat schrieb heute, dass sich in Finnland die Korruption in den Strukturen der Gesellschaft versteckt und dass die Zustände denen auf dem Balkan gleichen würden.
"Wenn Finnland jetzt EU-Beitrittskandidat wäre, dann wäre die Reform des Wahlfinanzierungsrechts Voraussetzung für den Beitritt."
Es bleibt viel zu tun, um alte verborgene Zöpfe abzuschneiden, gesellschaftliche Prozesse neuzuregeln und transparenter zu gestalten.
Quellen:
(18.11.2009, 16.00 Uhr)
Ihr Kommentar zum Artikel.
Wir freuen uns über Ihr Feedback.