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Der umstrittene finnische Juradozent und Autor Johan Bäckman will Anfang Dezember vor dem Verwaltungsgericht Tallinn eine Klage gegen den früheren estnischen Innenminister Jüri Pihl einreichen.
Einem Bericht des estnischen Fernsehens zufolge will Bäckman damit gegen das über ihn verhängte vorübergehende Einreiseverbot klagen und eine Entschädigung für sich durchsetzen.
Bäckman bezeichnet sich selbst als "Führer der finnischen Antifaschisten" und wurde in Estland vor allem durch kontroverse Äusserungen über die Sowjetzeit bekannt.
Im April dieses Jahres war Bäckmann im Fährhafen Tallinn auf Anordnung von Pihl an der Einreise gehindert worden.
Dadurch wurde ein Treffen von Bäckman mit der in Estland aktiven kremlnahen Gruppierung "Öine Vahtkond" (Nachtwache) verhindert.
Im März hatte Bäckman gegen das Buch "Kaiken takana on pelko" (Hinter allem steckt die Furcht) der estnischen Autorinnen Sofi Oksanen und Imbi Paju protestiert.
Diese seien "feindlich gegenüber Russland" eingestellt und wollten die Geschichte verfälschen.
Russland habe Estland nie besetzt und die Deportation von 30.000 Esten nach Sibirien könne nicht als Völkermord bezeichnet werden.
Sie war laut Bäckman eine "Umsiedlung unter Kriegsumständen", die man auch als "Rettungsaktionen" bezeichnen könne.
Zuletzt versuchte Bäckman Ende Oktober vergeblich, die Verbreitung des lettischen Dokumentarfilms "The Soviet Story" in Finnland zu verhindern.
Darin setzt sich Regisseur Edvins Šnore kritisch mit den Verbrechen des Kommunismus während der Stalinzeit auseinander.
Quellen:
(18.11.2009, 16.50 Uhr)
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