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Estnische Autorin Imbi Paju kritisiert Finnland

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Imbi Paju kritisiert Finnlands Zustimmung zu Nordstream

Bei der Debatte über die Gaspipeline "Nord Stream" sind nach Meinung der estnischen Autorin Imbi Paju in Finnland verteidigungspolitische Aspekte zu wenig berücksichtigt worden.

Die in Finnland lebende estnische Autorin und Filmemacherin Imbi Paju hat heftige Kritik an Finnland wegen der Zustimmung zum Bau der Gaspipeline "Nord Stream" geübt.

Die finnische Gesellschaft sei viel zu sehr daran gewöhnt, sich ihrer Führung unterzuordnen und den Märchen Glauben zu schenken, dass die Gaspipeline notwendig und nützlich sei, sagte Paju dem estnischen Radiosender "KUKU".
"Die Debatte in Finnland war sehr zurückhaltend, und von verteidigungspolitischen Aspekten wurde gar nicht erst gesprochen. Nur die Grünen haben diesem Thema Aufmerksamkeit zukommen lassen", erklärte Paju und rief die Bürger in den baltischen Staaten zu Massenaktionen, wie die Bildung einer Menschenkette vor zwanzig Jahren auf.
"Unterschriftenaktionen reichen nicht", so Paju.

Darüber hinaus bezeichnete es die Autorin als ihre Aufgabe, den Finnen die jüngere Geschichte Estlands näher zu bringen und aufzuzeigen, dass es deutlich mehr Verbindungen und Parallelen gebe.
Im März 2009 hatte Paju gemeinsam mit der Autorin Sofi Oksanen ein Buch über die Stalinzeit in Estland unter dem Titel "Hinter allem steckte die Furcht" veröffentlicht.
Eine Lesung in Helsinki wurde von Demonstrationen begleitet.
Zuletzt wurde in Finnland und Estland Pajus Dokumentarfilm "Schwestern des Finnischen Meerbusens" uraufgeführt, der von der Zusammenarbeit finnischer und estnischer Frauen in den Zwanziger Jahren erzählt.

Quellen:

(12.11.2009, 14.20 Uhr)

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