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Man sollte meinen, dass es in den Ländern der Europäischen Union keine Probleme gibt, wenn es um die Einhaltung der Menschenrechte geht.
Der aktuelle Jahresreport von Amnesty International hat wieder einmal aufgezeigt, dass dem nicht so ist.
Im Bericht wird auch Finnland kritisiert.
So wird von Amnesty International bemängelt, dass der Schutz von Frauen vor Sexualverbrechen in Finnland ungenügend ist und ein nationales Konzept zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen fehlt.
Verbesserungswürdig seien der Schutz von Frauen vor Gewalt, die Hilfe für Gewaltopfer sowie die gesetzlichen Regelungen.
Angeprangert wird zudem, dass Finnland Asylbewerber in Länder zurückschickt, in denen diese schlecht behandelt werden.
Im Jahr 2008 wurden in Finnland 22 minderjährige Asylbewerber in Gewahrsam genommen. Davon waren sieben ohne der Begleitung Erwachsener ins Land gekommen.
Amnesty vertritt den Standpunkt dass die in Gewahrsamnahme von Asylbewerbern vermieden werden sollte und bei Minderjährigen dieses durch Ausländergesetzen untersagt werden müsste.
Amnesty International äusserte auch Kritik an der ungleichen Behandlung von Zivildienstlern und Waffenverweigerern im Vergleich zu Armeedienstleistenden.
Der Dienst in der finnischen Armee dauert mindestens 180 Tage, der Zivildienst hingegen 362 Tage.
Und für Totalverweigerer wird eine Gefängnisstrafe von 181 Tagen verhängt.
(28.05.2009, 11.30 Uhr Quelle der Information)
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