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Die aktuellen Nachrichten aus der finnischen Wirtschaft verheissen wenig Gutes: Die finnische Zollverwaltung meldete gestern den Rückgang des finnischen Exports im Februar 2009 um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Einfuhren sanken um 31 Prozent.
Der finnische Aussenhandel brach damit stärker als in anderen EU-Staaten ein.
Laut Eurostat liege er im EU-Mittel bei 22 bis 23 Prozent.
Das grösste Minus musste die finnische Metallindustrie mit einem Rückgang der Exporte von ca 60 Prozent vermelden.
Man muss schon ein überzeugter Optimist sein, um angesichts dieser Zahlen von einem baldigen Ende der Wirtschaftskrise zu sprechen.
Der finnische Parlamentspräsident Sauli Niinistö zeigte sich in einem Gespräch mit Ilta-Sanomat, das das Blatt am Wochenende veröffentlichte, überzeugt, dass die Rezession der Weltwirtschaft zum Ende des Jahres, spätestens zum Jahreswechsel abflachen und einem Aufschwung weichen werde.
Allerdings fügte er seine Sorge hinzu, dass Finnland ein wenig länger brauchen werde, um aus dem Tal wieder aufzutauchen.
Aber er fand auch deutliche Worte zu den Themen Reduzierung der Staatsausgaben und Schuldenaufnahme.
Anders als zum Beispiel der finnische Ministerpräsident Matti Vanhanen ist Sauli Niinistö der Auffassung, dass es ohne Einschnitte nicht gehen werde.
Auch wenn ihm bewusst sei, dass Neuverschuldung gegenwärtig unumgänglich sei, forderte er Regierung und Opposition zum Masshalten auf.
Man dürfe nicht vergessen, dass die Schulden auch zurückgezahlt werden müssen.
(05.05.2009 06.30 Uhr)
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