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Wie laut müssen Alarmglocken schrillen, damit man sie nicht überhört? Ist alles in Butter nur weil Negativzahlen im Bereich der Erwartungen bleiben?
8,8 Prozent betrug die Arbeitslosenquote im April 2009 wie das Statistische Amt bekanntgab. 8,8 Prozent, das sind zwar 2,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, aber weniger als die befürchteten 9 Prozent.
Ein etwas genauerer Blick hinter die Zahlen ist aber alles andere als beruhigend.
Die aktuelle Arbeitslosenquote unter den 15-24 jährigen finnischen Jugendlichen beträgt 23,7 Prozent. 23,7 Prozent, fast ein Viertel der finnischen Jugendlichen steht damit ohne Anstellung dar.
Was für ein Start ins Berufsleben?! Was für eine Zukunft für die "Zukunft des Landes"?!
23,7 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, diese Zahl hat sich über einen längeren Zeitraum aufgebaut und ist nicht erst in den letzten Krisenmonaten entstanden.
Müssten da nicht längst über Parteigrenzen hinweg alle Alarmglocken angegangen sein?
Statt dessen vermeint man nur einsame Rufer in der Wüste zu hören.
Wie die nordfinnische Tageszeitung Lapin Kansa, die das Thema heute in ihrem Leitartikel aufgreift und energische und realistische Massnahmen fordert.
Freilich sind in der Zahl der arbeitslosen Jugendlichen auch jene enthalten, die neben ihrer Ausbildung praktische Erfahrung sammeln und sich etwas dazu verdienen wollen.
Aber das mildert sie nur geringfügig ab. Die Aussichten für junge Menschen auf dem finnischen Arbeitsmarkt sind unverkennbar düster.
Da führen auch keine beschwichtigenden Worte von Politikern vorbei.
Bleibt zu hoffen, dass die jetzt von der Regierung für den Arbeitsmarkt lockergemachten Gelder auch wirksam eingesetzt werden, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekäpfen.
(28.05.2009, 13.00 Uhr)
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