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Finnland-News Mai 2009: 14.05.2009

Wenn Schüler drohen

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Bestrafen und Erziehen

Seit dem Amoklauf in Jokela diskutiert man in Finnland, wie sich solche tragischen Ereignisse verhindern lassen, welche Möglichkeiten der Prävention bestehen und ist sich darüber einig, dass es kein Allheilmittel gibt.
Unstrittig ist auch, dass gegen Schuldrohungen mit aller Konsequenz vorgegangen werden muss. Auch bei Minderjährigen. Drohungen gegen Schulen sind alles andere als ein Dummer-Jungen-Streich.
Selbst wenn sie unüberlegt und vermeintlich als Scherz geäussert werden, ängstigen sie Schüler und Lehrer, gefärden die Sicherheit an den Schulen und rufen gegebenenfalls kostspielige Polizeieinsätze hervor.

Das Amtsgericht von Kokkola hat jetzt zwei Schuljungen, die kurz nach dem Amoklauf von Kauhajoki gegen Schulen gedroht hatten, zu Geldstrafen verurteilt.

Der eine hat gemeinsam mit einem 14 jährigen und damit noch nicht strafmündigem Freund, eine Drohung an einen Schulschrank der Oberstufe in Hakalahti geschrieben.
In der Nachricht hiess es unter Anderem: "Ihr sterbt! Das Leben ist scheisse!"
Als Vorsichtsmassnahme war die Schule daraufhin vorübergehend geschlossen worden.

Der andere hatte 11 und 12 jährige Mädchen angerufen und ihnen mit verstellter Stimme gesagt, dass ihre Schule in Flammen aufgehen wird.

Die Jungen wurden mit 30 bzw. 15 Tagessätzen belegt. Da beide über kein eigenes Einkommen verfügen, beträgt ein Tagessatz 6 Euro.
Die Verurteilungen zeigen den Jungen auf, dass ihr Verhalten rechtswidrig war.
Sie sollen erziehen und Grenzen setzen, nicht junge Leben verbauen.

(14.05.2009 06.00 Uhr) Quelle der Informationen: Videotext Sub TV S. 105

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