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Finnland-News Mai 2009: 18.05.2009

Die Geschichte des kleinen Anton

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Ungeklärte Fragen

Die Geschichte des kleinen Anton, die in den letzten Tagen Politiker, Medien und Menschen in Russland und Finnland bewegte, hat knapp einen Monat nach dem Staatsbesuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew wieder einmal gezeigt, wieviel Klärungsbedarf es noch in den zwischenstaatlichen Beziehungen gibt.

Die Mutter und der Vater des kleinen Antons hatten sich vor etwa 15 Jahren in Tallinn kennengelernt und haben später gemeinsam in Finnland gelebt.
Als Anton geboren wurde, waren seine Eltern schon geschieden.
Der Vater hatte zugesichert, sich um den kleinen Sohn zu kümmern, aber irgendwann verschlechterte sich das Verhältnis beider Elternteile zueinander und die Mutter ging mit Anton ohne Einverständnis des Vaters nach Russland.
Da Russland nicht dem Den Haager Übereinkommen über Kindesentführungen angehört, blieben die Versuche des Vaters, den Jungen auf rechtlichem Weg nach Finnland zurückzuholen, ohne Ergebnis.
Ein russisches Gericht hatte inzwischen dem Jungen, der die finnische Staatsbürgerschaft hat, die russische zuerkannt.

In der vergangenen Woche hat nun der Vater mit Hilfe eines Mitarbeiters des finnischen Konsulats in St. Petersburg den Jungen zurückentführt und über die Grenze nach Finnland gebracht.

Der russische Aussenminister Lawrow hatte den finnischen am Donnerstag wegen des Sachverhaltes angerufen und es hatte nach Darstellung von Alexander Stubb ein konstruktives Gespräch gegeben.
Der finnische Aussenminister erklärte gegenüber finnischen Medien, dass er als Vater, sowohl Antons Vater, als auch den Konsulatsmitarbeiter verstehe, aber den Missbrauch von Diplomatenrechten nicht gutheissen kann.
Deutlich wies er darauf hin, dass bei gemischten Partnerschaften, die unterschiedlichen rechtlichen Verhältnisse in den Ländern beachtet werden sollten.

(18.05.2009 22.00 Uhr)

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