In den Nachrichten 2009 blättern
| vor
| Nachrichten-Übersicht Mai 2009
| zurück |
| Finnland-News | Nachrichten-Archiv | Meist diskutierte Finnland-Artikel | Finnland-Kommentare | Finnland-Kurzmeldungen | Parlamentswahl 2011 | Finland-Presseschau | Klatsch aus Suomi |
| Arbeitsmarkt und Arbeitskampf | Armee und Landesverteidigung | Aussenpolitik | Bildung | Computer und Internet | Dies und Das | Energie | EU | Film | Finanzen | Gesundheit | Immobilien | Karelisches | Kinder und Jugend | Kirche | Klima | Kommunen | Kriminalität | Kunst | Kurioses | Land-und Forstwirtschaft | Management | Medien | Migration | Musik | Natur | Parlament | Politik | Polizei | Preise | Promi | Proteste | Recht | Society | Soziales | Sport | Steuerrecht | Strassenverkehr | Tabak | Tourismus | Umwelt | Verbraucher | Verkehrsmittel | Waffen | Wahlen | Wirtschaft und Industrie | Weihnachten |
Heute entscheidet das finnische Parlament, ob gleichgeschlechtliche Paare, die in einer registrierten Partnerschaft leben, innerfamilär Kinder adoptieren dürfen.
Im Klartext heisst das: Hat ein registriertes Paar ein Kind, ist ja nur einer der beiden Partner, biologisches Elternteil.
Die zur Abstimmung stehende Frage ist, darf der andere Partner das Kind adoptieren, um damit die gleichen Rechte hinsichtlich des Kindes zu besitzen, wie der biologische Elternteil.
Das ist zum Beispiel in dem Fall, dass der biologische Elternteil stirbt, eine entscheidende Frage.
Rein rechtlich hatte bisher der Elternteil, der keine biologische Bindung an das Kind hatte, dann keinerlei Anrecht mehr darauf das Kind zu sehen.
Im Vorfeld der Entscheidung gab es im Parlament teilweise heftige Debatten.
So hat der Abgeordnete der rechtsgerichteten Perussuomalaiset (Grundfinnen) Pentti Oinonen kein Verständnis fär ein derartiges Gesetz gezeigt.
Er hat in die Diskussion eingeworfen, wohin diese Gesellschaft steuere und ob man demnächst auch seinen Hund heiraten dürfe, wenn man diesen besonders lieb gewonnen hat.
Dieser Kommentar hat für grossen Aufruhr auch in den Medien gesorgt.
So schrieb die nordfinnische Tageszeitung Lapin Kansa heute, dass Oinonens Bemerkung nicht nur das Parlament, sondern das ganze Land anwidere, sprach von geschmackloser Rhetorik und einem Zeichen der Intoleranz einer extremistischen Partei.
Oinonen hat sich inzwischen entschuldigt und versucht klarzustellen, dass er sich nur für traditionelle Familienwerte aussprechen wollte und meine, die Welt würde in ihrer Freizügigkeit zu weit gehen. Da er vom Lande komme, verstehe er solche Sachen einfach nicht und seine Worte seien ohnehin völlig missverstanden worden. Er hätte es nicht so gemeint.
Das neue Gesetz wurde mit 108 zu 29 Stimmen angenommen. 61 Abgeordnete blieben der Abstimmung fern.
(15.05.2009 13.00 Uhr)
Ihr Kommentar zum Artikel.
Wir freuen uns über Ihr Feedback.