In den Finnland-Nachrichten aus März 2010 blättern
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Die finnische Präsidentin Tarja Halonen betonte zum 70. Jahrestag des Endes des Winterkrieges am 13. März 2010, dass die harten Erfahrungen der Kriegsjahre auch heute noch wesentlich die finnische Identität prägen.
Der Winterkrieg (talvisota), der vom 30.11.1939 bis zum 13.03.1940 dauerte und überraschend über Finnland hereinbrach, hat entsetzliches Leid für das kleine Land gebracht.
Im erbitterten Kampf gegen den übermächtigen sowjetischen Agressor sind 27.000 Finnen gefallen oder gelten als vermisst, 44.000 wurden verletzt.
Die Wirtschaft Suomis, die sich nahezu vollständig auf den Krieg ausgerichtet hatte, lag am Boden.
Der schwere Winter 1939-1940 tat sein Übriges, war er doch der kälteste des Jahrhunderts.
In seiner Kolumne in der Tageszeitung Keskisuomalainen betont Lasse Kangas, dass der Frieden von Moskau so schmerzhaft er durch die Gebietsabtretungen für Finnland auch war, das Land, das vor dem Abgrund stand, rettete.
Lange hätte Finnland nicht mehr standhalten können. Die Lage war zu dramatisch.
Kangas schreibt: "Die [finnische] Regierung zeigte Realismus und kaltschnäuzigen Mut, den Frieden zu schliessen. Man sagt, dass Frieden zu machen, mehr Mut erfordert, als den Krieg fortzusetzen, zumindestens in diesem Fall war es definitiv so."
Es dauerte viele Jahre bis Finnland die Trümmer des Krieges, auch die in den Köpfen, beseitigen und zu dem geachteten EU-Mitglied erstarken konnte, das es heute ist.
Die Tatsache, dass das kleine Finnland sich nicht einfach vom grossen Nachbarn überrollen lassen hat, ist noch heute Quelle von Kraft und Selbstbewusstsein für die Finnen und ihre Politik.
Und noch immer schmerzen die Erinnerungen und brennen die vernarbten Wunden...
(13.03.2010, 20.50 Uhr)
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