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Aktuelle Meldungen aus Finnland: 12.03.2010

Viele Finnen würden für Online-Nachrichten zahlen

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Zur Akzeptanz von Paid Content in Finnland und anderswo

Ein verhältnismässig hoher Anteil Finnen würde für spezielle Nachrichtenangebote im Internet zahlen.

Betreiber von Onlinemedien in aller Welt suchen nach dem Stein des Weisen, um ihre Seiten dauerhaft in der Gewinnzone halten und trotzdem unabhängig bleiben zu können.
Nicht einfach in einem Medium dessen Nutzer seit seinem Bestehen an kostenlose Inhalte gewöhnt sind.
Und so verwundert es wenig, dass mit ganz wenigen Ausnahmen bisher alle Versuche, Paid Content-Seiten zu etablieren, mehr oder weniger strandeten.

Dabei ist der Prozentsatz von Internetusern, die Bezahlinhalte ablehnen gar nicht so hoch, wie das amerikanische Beratungsunternehmen The Boston Consulting herausgefunden zu haben meint.

In Finnland seien 66 Prozent der Bürger bereit, für Nachrichtenangebote im Netz zu zahlen.
32 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Finnen gaben gar an, es bereits jetzt zu tun.
Wenn man berücksichtigt, dass alle finnischen Zeitungen kostenlose Onlineaussgaben betreiben, erscheint die Zahl sehr hoch.
Das kann daran liegen, dass die Antworten der 258 Teilnehmer aus Finnland vielleicht nicht als repräsentativ gelten können.
Allerdings sind die digitalen Inhalte von finnischen Special Interest- Magazinen häufig kostenpflichtig.

Durchschnittlich seien die Finnen bereit, 6,60 Euro monatlich für kostenpflichtige Nachrichten, also im Jahr etwa 79 Euro, zu entrichten.
Vor allem für lokale Nachrichten, Spezialberichte und investigative Inhalte könne man sich vorstellen, das Portemonnaie zu öffnen.

The Boston Consulting hat fünftausend Verbraucher aus den Vereinigten Staaten, Britannien, Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich, Australien, Finnland und Norwegen befragt.

Nach den Finnen seien am ehesten Deutsche und Italiener bereit, für Nachrichten im Internet zu zahlen. In den Vereinigten Staaten und Grossbritannien wären der Studie zufolge 48 Prozent des Volkes bereit, dafür ein Entgelt zu entrichten.

Quelle der Informationen:

(12.03.2010, 12.00 Uhr)

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