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Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Zeitalter der Mobiltelefonie und der Zahl der Vermisstenmeldungen?
Ist die ständige Erreichbarkeit per Handy inzwischen so normal, dass man, wenn man einen Verwandten oder guten Bekannten nicht nach ein paar Versuchen per Handy erreicht, gleich nervös wird und die Polizei um Hilfe bittet.
Ist es so unvorstellbar, dass sich Irgendjemand einfach mal eine Auszeit nimmt, sich zurücklehnt oder zieht, um Luft zu schnappen oder Kraft zu tanken?
Die finnischen Statistiken lassen jedenfalls vermuten, dass es so ist.
Die Zahl der Vermisstgemeldeten ist in Finnland in den letzten zehn Jahren dramatisch gestiegen.
Seit 2001 werden in Finnland jährlich etwa 2.000 Bürger als vermisst gemeldet.
1980 betrug ihre Anzahl noch 135, 1990 war sie bereits auf 650 geklettert.
Die meisten Vermissten tauchen früher oder später von allein wieder auf.
Zum Jahresende bleiben jeweils 20-40 Fälle ungeklärt.
Etwa fünf Prozent der Vermisstenmeldungen betreffen Minderjährige, ebenfalls fünf Prozent ältere Bürger.
Alljährlich sind etwa fünf Prozent, das heisst ca einhundert, der Vermisstgemeldeten Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen oder haben selbst Hand an sich gelegt.
Quelle der Information:
(06.06.2010, 20.00 Uhr)
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