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Das Energieprogramm der finnischen Regierung besagt, dass erneuerbare Energien bis zum Jahr 2010 den Energiebedarf des Landes zu 38 Prozent decken und somit der Ausstoss von Treibhausgasen begrenzt werden sollen?
Obwohl strittig ist, ob Torf zu den erneuerbaren Rohstoffen gehört, wird seine Verwendung weiter gefördert.
Das Magazin Suomen Kuvalehti wollte es genauer wissen und fragte Professor Ilkka Savolainen von der VTT, dem staatlichen Forschungszentrum, ob Torf zu den erneuerbaren Naturressourcen gehöre.
"Nein, weil er sich sehr langsam erneuert. Wenn er aus dem Moor entnommen wird, wird er erst in Hunderten oder Tausenden von Jahren erneuert – also der Zeitraum ist viel länger als beim Wald. Die Zeit ist zu lang, um beim Zeitplan der Bekämpfung gegen Klimaveränderung mitzuhalten. Die Treibhausgase müssten doch bis Mitte des Jahrhunderts in der ganzen Welt um die Hälfte und in den Industriestaaten zu 80 Prozent verringert werden."
Auch nach Auffassung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC; Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) ist Torf keine erneuerbare Biomasse, sondern zählt zu den fossilen Brennstoffen.
In Finnland beträgt der Anteil von Torf an der Primärenergie etwa 6-7 Prozent und 20 Prozent am Treibhausgasausstoss.
Die Entscheidung auch Torf staatlich zu fördern hat seine Ursache darin, dass Torf zu einheimischen Rohstoffen gehört.
Es ist ein politischer Entschluss, der versucht, zwischen zwischen Energie-und Beschäftigungspolitik zu balancieren.
Finnlands 60 Torfkraftwerke Finnlands beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter.
Der jährliche Umsatz des Torfmarktes liegt bei ca. 200 Millionen Euro.
Finnland produziert 51 Prozent des Energietorfs der ganzen Welt, exportiert diesen aber kaum, sondern braucht ihn selbst auf.
Informationsquelle
(02.06.2010, 21.00 Uhr)
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