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Die Zustimmung der Finnen zur EU schwankt.
Beim EU-Referendum 1995 stimmten 57 Prozent der Wahlberechtigten für einen Beitritt Finnlands zur EU, 43 Prozent sprachen sich dagegen aus.
Der europäische Gedanke erreichte in Finnland im Jahr 2000, als ihn 62 Prozent der Finnen sympathisch fanden, seine höchste Zustimmung und flachte dann, ausgelöst durch Kosovo-Krieg und EU-Erweiterung, wieder ab.
Eine aktuelle Studie der Europäischen Kommission ergab, dass etwas mehr als die Hälfte der finnischen Jugendlichen, der EU-Mitgliedschaft positiv gegenübersteht, dass aber viele junge Finnen im Alter von 15-24 Jahren nur über ungenügende Kenntnisse der Europäischen Union verfügen.
Die Ergebnisse der Untersuchung belegen, dass EU-Themen zu wenig Bestandteil des Alltags sind und immer noch als Angelegenheiten wahrgenommen werden, die einen selbst nicht betreffen.
Auch in den Lehrplänen der finnischen Schule besitzt das Thema EU nicht den Stellenwert, der ihm eigentlich zukommen müsse.
Jungen Finninnen sind der EU aufgeschlossener gegenüber als ihre männlichen Altersgenossen.
Während drei von vier männlichen Jugendlichen gegen die EU eingestellt sind, sind es nur ein Viertel der Mädchen.
Auch zwischen Stadt-und Landbevölkerung sind Unterschiede erkennbar.
Die Städter sehen die Europäische Union häufig positiver.
Abneidung gegen die EU und starkes Nationalgefühl treten paarallel auf.
Die Mehrheit der finnischen Jugendlichen sieht sich eher als Finne als als Europäer.
Aus dieser Einstellung lässt sich auch das Interesse an europäischen Themen ablesen.
Die Tageszeitung Kaleva zog aus den Ergebnissen der Studie folgende Schlussfolgerung:
"Auch wenn es langweilig klingt, der einzige Weg, um das Wissen über die EU verbessern, ist die Versorgung mit Informationen."
Die jungen Menschen sollen Finnlands Zukunft in der EU mitgestalten.
Wenn es nicht gelingt, die Jugendlichen für das Thema EU zu begeistern, wird irgendetwas falsch gemacht.
(07.06.2010, 23.00 Uhr)
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